Ein 67-Jähriger aus dem Forchheimer Stadtteil Burk hat am Donnerstag Telefonbetrügern das Handwerk gelegt: Er durchschaute den Trick, spielte den Tätern gegenüber das Spiel mit – und ermöglichte so der Polizei die Festnahme eines 31-jährigen Ukrainers. Der Mann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Gegen 13 Uhr meldete sich ein Unbekannter bei dem Senior am Telefon, gab sich als Polizeibeamter aus und schilderte die bekannte Geschichte: In der Nachbarschaft sei eingebrochen worden, zur Sicherung und Registrierung seiner Wertgegenstände solle er diese nun an einen angeblichen Beamten übergeben. Der 67-Jährige ließ sich jedoch nicht täuschen. Er tat nach außen hin so, als würde er auf die Forderung eingehen, und rief zur gleichen Zeit den Polizeinotruf an.
Als der Abholer wie abgesprochen an der Wohnanschrift erschien und eine vorbereitete Tasche mit vermeintlichen Wertgegenständen in Empfang nahm, griffen die echten Polizisten ein und nahmen den 31-jährigen Ukrainer fest.
Am Freitagvormittag wurde er einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bamberg vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erließ der Richter Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten banden- und gewerbsmäßigen Betrugs in Tateinheit mit Amtsanmaßung. Der Mann kam daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt. Die weiteren Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Kriminalpolizei Bamberg gemeinsam.
(Dieser Artikel entstand mit KI-Unterstützung und wurde redaktionell überarbeitet und kontrolliert von: Michael Fischer)