Forstamt Freiburg: Betriebsplan 2020 beschlossen

Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Freiburg hat die Betriebsplanung des Forstamts für das Jahr 2020 beschlossen. Die Planung umfasst einen Nutzungsplan mit einer Jahresgesamtnutzung von 30.000 Kubikmetern Holz. Ein großer Teil dieser Nutzung wird aus der Beseitigung von Schadholz bestehen – insbesondere von Eschenschäden sowie Trocken- und Käferschäden bei Fichten, Tannen und Buchen.

Der Beschluss berücksichtigt auch den Vollzug des Forstwirtschaftsjahres 2019. In diesem Jahr betrug der Gesamteinschlag 35.000 Erntefestmeter. Mit 87 Prozent bestand der größte Teil aus sogenannten zufälligen Nutzungen, also Holzernten als Folge von Schadereignissen. Besonders stark betroffen war die Esche: 19.000 Festmeter – etwa ein Fünftel des Eschenbestands im Stadtwald – mussten wegen des fortlaufenden Eschentriebsterbens gefällt werden. Hinzu kamen 10.000 Festmeter Fichten- und Tannenholz infolge von Trockenheit und Käferbefall.

Trotz der Schadholzprobleme erzielte das Forstamt 2019 Gesamterlöse von 2.040.000 Euro. Das Eschenschadholz konnte zu guten Preisen vermarktet werden. Allerdings sanken die Erlöse bei Fichten- und Tannenholz im Jahresverlauf deutlich ab.

Für 2020 plant das Forstamt mit 15.000 Festmetern planmäßigen Nutzungen in Durchforstungsmaßnahmen und erwartet weitere 15.000 Festmeter zufällige Nutzungen. Die Gesamtbelastung für alle Produktbereiche – Holzproduktion, Ökosystemmanagement, Sozialfunktionen, Serviceleistungen sowie Untere Forstbehörde und Jagdbehörde – wird mit 2.103.000 Euro veranschlagt.

Eine Herausforderung für 2020 ist die schwierige Absatzsituation von Fichten- und Tannenholz. Das Forstamt rechnet mit deutlich niedrigeren Holzerlösen als im Haushaltsplan angesetzt.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg