Die Maßnahmen zur Entlastung des Frankfurter Rettungsdienstes zeigen Wirkung: Nach den extrem heißen Tagen von Freitag bis Montag, die den Dienst an seine Grenzen trieben, sind die Einsatzzahlen wieder auf ein moderates Niveau gesunken. Die Feuerwehr Frankfurt hat daher die Gefahreninformation zurückgenommen, die über das Modulare Warnsystem (MoWaS) verbreitet worden war.
An den vier heißesten Tagen musste der Rettungsdienst täglich mehr als 500 Einsätze bewältigen – deutlich über dem normalen Durchschnitt von rund 350 Einsätzen pro Tag. Besonders bemerkenswert war der Anstieg bei Notfalltüröffnungen: Statt der üblichen drei bis fünf Einsätze pro Tag waren es am Samstag 19 und sowohl am Sonntag als auch am Montag jeweils 25 Notfalltüröffnungen.
Auch nach dem Temperaturabfall zum Wochenbeginn blieb die Belastung zunächst außergewöhnlich hoch. Die Feuerwehr erklärt dies mit zeitversetzten gesundheitlichen Folgen der vorangegangenen Hitzetage. Durch zusätzliche Rettungswagen, flexible Einsätze weiterer Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr, Hilfsorganisationen und ehrenamtliche Einsatzkräfte aus dem Katastrophenschutz konnte die Notfallversorgung jedoch jederzeit sichergestellt werden.
Zum Einsatz kamen die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst, das Deutsche Rote Kreuz, der Flughafenbetreiber Fraport, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft sowie die Veritas Ambulanz aus Groß-Gerau. Markus Röck, Direktor der Branddirektion Frankfurt am Main, dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften und kündigte an, die Erfahrungen aus dieser Lage auszuwerten, um sich auf künftige Hitzeperioden noch besser vorzubereiten.
Vorsorglich bleibt eine leicht erhöhte Vorhaltung mit zusätzlichen Rettungswagen für die kommenden Tage bestehen. Die Feuerwehr appelliert an die Bevölkerung, den Notruf 112 nur in akuten Notfällen zu wählen. Bei nicht lebensbedrohlichen gesundheitlichen Beschwerden ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 die richtige Anlaufstelle. Zudem empfiehlt die Feuerwehr: ausreichend trinken, körperliche Anstrengungen während Hitzeperioden vermeiden und besonders auf ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen achten.