Freiburg: Grundschulen bereiten sich auf mehr Schüler vor

Der Ausschuss für Schulen und Weiterbildung hat sich mit der 11. Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung für Freiburgs Grundschulen befasst. Diese jährliche Aktualisierung zeigt, wie sich die Schülerzahlen in den kommenden Jahren entwickeln werden.

Basis der Prognose ist die aktuelle Zahl der Kinder im Grundschulalter aus dem Melderegister sowie die Bevölkerungsstruktur in den einzelnen Stadtteilen. Berücksichtigt werden auch geplante Wohnbauprojekte. Im Schuljahr 2002/2003 waren es 6.869 Grundschulkinder. Bis zum Schuljahr 2008/2009 wird ein Anstieg auf 7.960 Kinder erwartet – ein Plus von 1.091 Schülern.

Die Entwicklung verteilt sich ungleichmäßig auf die Stadtteile. Die stärksten Zuwächse entstehen in Rieselfeld mit 541 zusätzlichen Kindern und Vauban mit 367 Kindern. Dies ist Folge der Neubautätigkeit in diesen Gebieten. In den anderen Stadtteilen sind keine nennenswerten Raumengpässe zu erwarten.

Um den vorübergehenden Spitzenbedarf zu decken, plant die Stadt temporäre Lösungen: In Rieselfeld soll die Clara-Grunwald-Schule mittels Systembauweise in Stufen auf insgesamt 32 Klassenräume erweitert werden. Zum Schuljahr 2004/2005 werden vier zusätzliche Räume benötigt. An der Karoline-Kaspar-Schule in Vauban ist ein Systembau für einen vierten und fünften Zug geplant. Die Emil-Thoma-Grundschule erhält durch die Bebauung des Alten Messplatzes zusätzliche Raumkapazitäten.

Bevor bauliche Maßnahmen erfolgen, prüft das Schul- und Sportamt zunächst schulorganisatorische Lösungen wie Änderungen der Schulbezirke. Die konkreten Bauprojekte werden dem Gemeinderat später in separaten Vorlagen zur Entscheidung vorgelegt.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg