Freiburg informiert über Straßenbeleuchtung: Energiesparen und Instandhaltung

Der Gemeinderat Freiburg hat sich mit dem Sachstand und der Zukunft der öffentlichen Straßenbeleuchtung befasst. Die Stadt ist Eigentümerin aller Beleuchtungsanlagen und beauftragt die bnNetze GmbH mit Planung, Bau und Wartung. Die Stromversorgung übernimmt die badenova AG & Co. KG.

Freiburg betreibt derzeit 20.405 Leuchten auf 18.694 Masten. Der Jahresenergieverbrauch liegt bei etwa 6,8 Millionen Kilowattstunden, die Stromkosten betragen rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Trotz eines 20-prozentigen Anstiegs der Leuchtenanzahl seit 2001 konnte der Energieverbrauch um etwa 45 Prozent gesenkt werden.

Dies gelang durch mehrere Maßnahmen: Ab 2001 ersetzte die Stadt alte Quecksilberdampflampen durch sparsamere Natriumdampflampen. Nach einem 2006 erarbeiteten Energiesparkonzept wurden bis 2012 insgesamt 12.000 alte Leuchten umgerüstet – Investitionskosten 3,6 Millionen Euro, jährliche Einsparung 530.000 Euro. Zusätzlich setzte Freiburg im Rahmen eines Bundeswettbewerbs 2011–2012 LED-Technik in der Innenstadt um, gefördert mit bis zu 2 Millionen Euro Bundesmitteln.

Im Finanzhaushalt stehen jährlich 300.000 Euro zur Verfügung. Diese finanzieren Mastauswechsel (43 Prozent aller 18.694 Masten sind älter als 40 Jahre), den Austausch abgängiger Leuchten und die Beseitigung sogenannter Angsträume. Im Ergebnishaushalt stehen 915.000 Euro jährlich für Instandhaltung zur Verfügung – Leuchtmittelwechsel, Mastprüfungen, Kabelfehlerbehebung.

Das Garten- und Tiefbauamt plant, die bnNetze GmbH mit einem Umsetzungskonzept für weitere Schritte zu beauftragen und wird den Gemeinderat anschließend informieren. Ziel ist eine weitere Energieeinsparung durch die Umstellung von Natriumdampf- auf LED-Technik bei gleichzeitiger Instandhaltung des wachsenden Bestands.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg