Freiburg plant Raumausbau an Gymnasien wegen G8-Einführung

Der Gemeinderat Freiburg befasst sich mit den Raumfolgen der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium (G8). Die Schulbehörde informiert darüber, dass ab dem Schuljahr 2004/05 ein zusätzlicher Raumbedarf entstehen wird.

Nach einer Mitteilung des Kultusministeriums vom Juni 2002 führt die neue Stundentafel des G8 dazu, dass Schüler künftig mindestens ein bis zwei Mal in der Woche nachmittags unterrichtet werden. Dadurch erhöht sich die Anwesenheitsdauer an der Schule generell.

Das Kultusministerium sieht vor, dass Gymnasien grundsätzlich einen Aufenthaltsraum für Auswärtige, einen Schülerarbeitsraum für die Oberstufe und einen Universalraum benötigen. Allerdings können auch Schulbibliotheken, Aulen oder Caféterien als Aufenthaltsflächen genutzt werden. Nach Auffassung des Ministeriums sind an städtischen Gymnasien meist ausreichend Aufenthaltsmöglichkeiten vorhanden, da dort Nachmittagsunterricht bereits üblich ist.

Zur Frage von Mittagessensangeboten teilt das Ministerium mit: Der kommunale Schulträger entscheidet über Organisation und Angebot. Die Kosten trägt der Schulträger, kann aber Gebühren von Schülern und Eltern erheben. Nach Ministeriumsangaben organisierten bereits 1998/99 etwa 30 Prozent der Gymnasien ein Mittagessensangebot an ein oder mehreren Tagen.

Das Schul- und Sportamt Freiburg hat den Bestand an Aufenthaltsräumen abgefragt. Die Übersicht zeigt Defizite an einigen Gymnasien. Für das Deutsch-Französische-Gymnasium, das Friedrich-Gymnasium und das Droste-Hülshoff-Gymnasium sind Caféterien in Planung oder vorgesehen. Die Raumsituationen am Berthold-, Goethe-, Rotteck-, Theodor-Heuss- und Wentzinger-Gymnasium sollen noch geprüft werden.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg