Der Gemeinderat Freiburg nimmt eine Information zur Anpassung der Tarife im Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) zur Kenntnis. Die neuen Tarife gelten ab 1. August 2020. Eine Abstimmung oder Zustimmung des Gemeinderats ist nicht erforderlich.
Grundlage für die Tariferhöhung ist die ÖPNV-spezifische Inflationsrate (ein Maßstab für die Kostenentwicklung im Nahverkehr). Für 2019 liegt diese Rate bei 2,20 Prozentpunkten. Der RVF-Aufsichtsrat beschloss eine Preiserhöhung mit einer Ertragswirkung von rund 2,1 Millionen Euro – unterhalb des theoretisch möglichen Rahmens von 2,33 Millionen Euro.
Konkret gelten folgende Änderungen: Die RegioKarte Übertragbar kostet künftig 64 Euro (plus 2 Euro), die RegioKarte Basis 59 Euro (plus 2 Euro). Die RegioKarte Schüler/Azubi steigt um 1,50 Euro auf 44 Euro. Beim SemesterTicket für Studierende erhöht sich der Solidarbeitrag um 6 Euro auf 28 Euro pro Semester, während der Ticketpreis selbst um 5 Euro auf 89 Euro sinkt. Zusätzlich werden Digitalrabatte eingeführt: Einzelfahrscheine erhalten 10 Prozent Rabatt beim Kauf über Apps oder Online-Shop, 24-Stunden-Karten 4 Prozent.
Die Vorlage erwähnt zudem langfristige Perspektiven: Die Stadt prüft Modelle der Umlagenfinanzierung und plant eine mögliche Bewerbung als Modellregion für ein Bundesprogramm zur Stärkung des ÖPNV mit einem Gesamtvolumen von 170 Millionen Euro.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg