Gaggenau: 21-Jähriger filmte heimlich Angestellte für Social Media – Wohnung durchsucht

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Ein 21-jähriger Mann aus Rastatt steht im Verdacht, in mehreren Geschäften in Gaggenau und Gernsbach Angestellte ohne deren Einwilligung gefilmt und die Videos in sozialen Medien veröffentlicht zu haben. Am vergangenen Dienstag durchsuchten Polizisten seine Wohnung und stellten umfangreiches Beweismaterial sicher.

Die Ermittlungen hatten bereits im März begonnen, nachdem der Mann in drei verschiedenen Geschäften heimlich Videos gedreht hatte. Bereits am 5. März filmte er Angestellte einer Apotheke in Gernsbach und veröffentlichte das Video auf einer bekannten Kurzvideo-Plattform. Dabei trat er als vermeintlicher Paket-Bote auf, warf ein Päckchen über die Theke und filmte die Reaktionen der Mitarbeiter.

Mitte März nutzte er ein Schnellrestaurant in Bad Rotenfels und nahm zwei Angestellte auf, die durch die anschließende Veröffentlichung bloßgestellt wurden. In einem dritten Fall filmte er am Mittwoch eine Kassiererin in der Theodor-Bergmann-Straße in Gaggenau ohne deren Einwilligung und stellte sie mit einem übergroßen Geldschein und einer gleichermaßen absurd großen Bankkarte beim Bezahlvorgang bloß.

Den Polizisten des Reviers Gaggenau gelang es schließlich, den 21-jährigen Tatverdächtigen zu ermitteln. Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden erwirkte einen Durchsuchungsbeschluss beim zuständigen Amtsgericht, der am Dienstag in Rastatt vollstreckt wurde. Das sichergestellte Beweismaterial wird nun ausgewertet.

Der Verdächtige macht von seinem Recht Gebrauch, nichts zur Sache zu sagen. Er muss sich wegen insgesamt 14 ähnlich gelagerter Verstöße gegen das Kunsturheberrechtsgesetz verantworten.

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