In Erfurt-Süd kam es in der Nacht zum Samstag, 5. September 2026, zu einem Polizeieinsatz im Bereich Herrenberg. Grund war eine Geburtstagsfeier unter freiem Himmel, die die Nachtruhe störte. Die Beamten des Inspektionsdienstes Süd waren bereits zuvor vor Ort gewesen und hatten die Feiernden auf die geltenden Ruhezeiten ab 22:00 Uhr hingewiesen.
Gegen 00:45 Uhr setzte sich die Feier mit erheblicher Lautstärke fort. Weil sich Anwohner dadurch gestört fühlten, kehrten die Polizisten zurück. Um die Nachtruhe wiederherzustellen, sollten die anwesenden Personen einen Platzverweis erhalten. Dazu war es notwendig, ihre Personalien aufzunehmen.
Bei der Identitätsfeststellung leisteten drei Männer im Alter von 21, 20 und 19 Jahren Widerstand. Sie mussten kurzzeitig fixiert werden. Nach Feststellung ihrer Personalien wurden sie aus der Maßnahme entlassen und erhielten einen Platzverweis.
Eine 19-jährige Frau folgte dem Platzverweis zunächst nicht und musste unter Anwendung einfacher körperlicher Gewalt vom Ereignisort gebracht werden. Danach verließen alle beteiligten Personen die Örtlichkeit.
Gegen alle vier Personen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Angriffe auf Vollstreckungsbeamte in Thüringen: der Vergleich mit dem Bund
Die Polizei zählte 2025 landesweit 1.191 Angriffe auf Vollstreckungsbeamte, das sind 57 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Thüringen fast genauso wie der Bundesdurchschnitt, wo 53 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte nach den §§ 113 bis 115 StGB.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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