Im Köbler Weg in Hammersbach haben Polizistinnen und Polizisten der Station Langenselbold am Dienstagmorgen gemeinsam mit dem Ordnungsamt eine Kontrollaktion zum Thema „Elterntaxi“ durchgeführt. Zwischen 7.30 und 8.45 Uhr überprüften sie etwa 60 Fahrzeuge – mit besorgniserregenden Ergebnissen.
Die Bilanz war deutlich: In drei Fällen fehlte die erforderliche Sitzerhöhung für Kinder, einmal war überhaupt kein Kindersitz vorhanden. Drei Kinder waren während der Fahrt nicht angeschnallt. Zusätzlich stellten die Beamten drei Fälle von Gehwegparken fest und dokumentierten eine Situation, in der einem Kind der Vorrang an einem Fußgängerüberweg nicht gewährt wurde.
Bei Gesprächen mit den Eltern zeigte sich ein wiederkehrendes Problem: Mehrere nannten Zeitdruck als Grund für ihr Fehlverhalten. Sie seien zu spät dran gewesen und wollten ihre Kinder trotzdem pünktlich zur Schule bringen.
Polizeisprecher Thomas Leipold warnt deutlich: „Kinder müssen im Auto entsprechend den gesetzlichen Vorgaben gesichert sein – und zwar unabhängig davon, ob die Fahrt nur wenige Minuten dauert. Gerade vermeintlich kurze Strecken sind keine Ausrede, um die geltenden Regelungen zu umgehen.“ Er ergänzt: „Auch das Parken auf Gehwegen oder das Halten an ungeeigneten Stellen kann für Schülerinnen und Schüler gefährlich werden. Fahrzeuge versperren Sichtachsen und können dazu führen, dass Kinder beim Überqueren der Straße von anderen Verkehrsteilnehmern zu spät erkannt werden. Das morgendliche Verkehrsaufkommen rund um Schulen macht solche Situationen zusätzlich unübersichtlich. Zeitdruck darf niemals der Grund sein, die Sicherheit der eigenen Kinder oder anderer Verkehrsteilnehmer aufs Spiel zu setzen. Wer morgens ausreichend Zeit für den Schulweg einplant, kann Hektik vermeiden und trägt damit wesentlich zu einem sicheren Schulumfeld bei.“
Die kontrollierten Eltern wurden auf die bestehenden Gefahren hingewiesen und für einen sicheren und rücksichtsvollen Schulweg sensibilisiert. Festgestellte Verkehrsverstöße wurden entsprechend geahndet. Die überwiegende Mehrheit der Kontrollierten reagierte einsichtig und verständnisvoll und befürwortete die Kontrollmaßnahmen ausdrücklich.
Aufgrund der festgestellten Verstöße sind auch künftig entsprechende Kontrollen vorgesehen. Den Verantwortlichen geht es nicht darum, Eltern unnötig zu belangen. Ziel ist es, gemeinsam für mehr Sicherheit rund um die Schulen zu sorgen.
Sofern möglich, sollten Kinder den Schulweg zu Fuß zurücklegen. Ein gemeinsamer Spaziergang zur Schule sorgt nicht nur für weniger Autoverkehr vor dem Schulgebäude, sondern gibt Kindern auch die Möglichkeit, Schritt für Schritt selbstständiger und sicherer im Straßenverkehr zu werden.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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