Die Woche vom 21.09. bis 27.09.2026 forderte in Hessen einen Todesfall nach einem Messerangriff, mehrere Festnahmen im Frankfurter Bahnhofsviertel sowie schwere Vorfälle von Körperverletzung, Raub und Einbruch. Besonders die Drogenszene im Bahnhofsviertel stand im Fokus der Polizei, die dort innerhalb weniger Tage gleich mehrere Dealer vom Straßenmarkt holte.
Der schwerste Vorfall der Woche reicht wenige Tage zurück: Nach einem Messerangriff in einer Gemeinschaftsunterkunft in der Otto-Röhm-Straße in Darmstadt sitzt ein 28 Jahre alter Mann in Untersuchungshaft. Ein 68-Jähriger war am Freitagabend, 18. September, bei einer Auseinandersetzung durch Messerstiche tödlich verletzt worden. Die Obduktion des 68-Jährigen bestätigte am Samstag, 19. September, dass er durch äußere Gewalteinwirkung ums Leben gekommen ist. Die Ermittlungen erhärteten zugleich den Tatverdacht gegen den 28-Jährigen. Der Mann wurde am Samstagnachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags und ordnete den Vollzug der Untersuchungshaft an. Mehr dazu
Ebenfalls mit tödlichem Ausgang endete ein länger zurückliegender Vermisstenfall: Die sterblichen Überreste des seit dem 9. März 2026 aus Gilserberg vermissten 74-Jährigen wurden am 6. September in der Waldgemarkung Schwalmstadt-Dittershausen entdeckt, etwa zehn Kilometer nordöstlich seines Wohnortes Sachsenhausen. Die Identität des Verstorbenen konnte zwischenzeitlich bestätigt werden. Bei der Obduktion ergaben sich keinerlei Hinweise auf Fremdverschulden; die genaue Todesursache ist jedoch noch unklar. Das Polizeipräsidium Nordhessen dankte allen, die an der Suche beteiligt waren. Mehr dazu
In Frankfurt-Rödelheim bedrohten am Sonntag, 20. September, fünf Jugendliche und Heranwachsende im Alter zwischen 16 und 19 Jahren einen 13-Jährigen am Bahnhofsvorplatz im Bereich des Rödelheimer Bahnweges. Dabei wurde eine Schreckschusswaffe eingesetzt: Einer der Tatverdächtigen gab einen Schuss aus einer Schreckschusswaffe unmittelbar neben dem Jungen ab. Ein weiterer forderte ihn unter Androhung von Gewalt auf, seine Jacke auszuhändigen. Die Polizei nahm alle fünf Tatverdächtigen fest und sucht weiterhin nach Zeugen. Mehr dazu
In Rüsselsheim randalisierte am Montag, 21. September, ein 23-Jähriger in einer Kfz-Werkstatt am Rugbyring. Er startete einen dort abgestellten Wagen und versuchte, damit aus der Halle zu fahren, rammte dabei ein weiteres Fahrzeug sowie eine Wand und richtete einen Sachschaden von rund 40.000 Euro an. Mitarbeiter des Betriebs hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Bei der Festnahme wehrte sich der mutmaßlich unter Drogeneinfluss stehende Mann heftig und versuchte auch, eine Polizistin zu beißen. Ein Polizeibeamter wurde dabei leicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme an. Mehr dazu
Ebenfalls am Montag, 21. September, griff eine 19-Jährige in der Kasseler Fußgängerzone eine Passantin an: In der Unteren Königsstraße soll die Tatverdächtige einer 26-jährigen Frau unvermittelt ins Kopftuch gegriffen und dieses heruntergezogen haben, wobei sie der Frau offenbar auch Haare ausriss. Zeugen berichteten, dass die Angreiferin dabei laut volksverhetzende Aussagen rief. In der Kasseler Innenstadt hat die 19-Jährige am Montagnachmittag eine Passantin attackiert und wurde kurz darauf am Martinsplatz von einer Streife festgenommen. Die 26-Jährige wurde leicht verletzt. Mehr dazu
Im Rheingau-Taunus-Kreis ereigneten sich in der Berichtswoche mehrere Straftaten sowie ein Verkehrsunfall, bei dem zwei Menschen leicht verletzt wurden. Besonders schwer wog ein Raubüberfall in der Nacht zum Montag, 21. September, gegen 2.10 Uhr in einem Wohnhaus in der Straße Am Wiesengrund in Idstein-Oberauroff: Zwei Täter schlugen die Terrassentür ein, drangen ins Wohnzimmer ein, schlugen einen dort befindlichen Senior nieder, fesselten ihn und befragten ihn nach Wertgegenständen. Der Mann wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Ob die Täter etwas stahlen, war zunächst unklar. Mehr dazu
Ein größerer Polizeieinsatz spielte sich am Mittwoch in Haunetal-Wehrda an der Hohenwehrdaer Straße ab. Gemeldet wurde eine 64-jährige Frau in einem psychischen Ausnahmezustand. Da Hinweise auf das Vorhandensein von Explosionsstoffen vorlagen, sperrte die Polizei den Bereich weiträumig ab und alarmierte zahlreiche Rettungskräfte. Gegen 17.10 Uhr kam es in dem Wohnobjekt zu einer Verpuffung, das Gebäude geriet in Brand. Die 64-Jährige wurde dabei verletzt und mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Mehr dazu
Eine Fahndung nach einer Schlägerei in der Kasseler Karlsaue führte zu einem unerwarteten Fund: Bei der Kontrolle eines 28-Jährigen aus Calden auf der Karlswiese fanden Polizisten drei pyrotechnische Gegenstände — darunter ein mutmaßliches Selbstlaborat und einen verbotenen Böller der Klasse F4. Nach einer Begutachtung durch Sprengtechniker muss sich der Festgenommene wegen einer Straftat nach dem Sprengstoffgesetz verantworten. Darüber hinaus fand die Polizei in seinem Rucksack über 130 Gramm Amphetamine und Marihuana, weshalb auch wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt wird. Mehr dazu
Gleich mehrfach zog das Frankfurter Bahnhofsviertel Polizeieinsätze auf sich. Am 21. September nahm eine Streife zwei Männer (28 und 39 Jahre alt) fest, die in der Niddastraße mutmaßlich mit Heroin handelten — observiert über eine Videoüberwachungsanlage. Bei der Durchsuchung stellten Beamte eine größere Menge Heroin sowie portioniertes Bargeld sicher. Gegen beide besteht zudem der Verdacht des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz. Mehr dazu Am 24. September nahm eine Streife in der Karlstraße einen 27-Jährigen fest, der einen Sicherheitsdienstmitarbeiter mit einer abgebrochenen Glasflasche bedroht haben soll. Bei der Ingewahrsamnahme wehrte sich der stark alkoholisierte Mann heftig gegen die Polizisten und beschimpfte sie. Gegen ihn wurden Strafverfahren wegen Bedrohung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Mehr dazu Am Abend des 25. September nahm die Polizei dort drei weitere mutmaßliche Drogendealer fest; beschlagnahmt wurden erneut Rauschgift und Bargeld. Mehr dazu
In Kassel stoppte eine Streife des Polizeireviers Mitte am Mittwochabend einen 56-Jährigen, der unter dem Einfluss von Kokain und Heroin auf der Frankfurter Straße in einem gestohlenen Hyundai i10 Schlangenlinien fuhr. Eine Abfrage des Kennzeichens ergab, dass das Fahrzeug am Montagabend von einem Parkplatz in der Kurzen Gasse gestohlen worden war. Der Mann räumte den Diebstahl ein und gab zudem an, seit mehreren Jahren keinen Führerschein mehr zu besitzen. Mehr dazu
In der Nacht zum Mittwoch brachen zwei Männer in ein Lebensmittelgeschäft in der Kurt-Schumacher-Straße im Kasseler Stadtteil Wesertor ein, schlugen die Eingangstür ein und stahlen Lebensmittel, Getränke sowie Bargeld. Aufmerksame Zeugen sprachen die Täter beim Verlassen des Geschäfts an; bei dem folgenden Gerangel stürzte ein Zeuge zu Boden und verletzte sich leicht. Die Polizei nahm einen der Verdächtigen noch in der Nacht fest, der zweite ist weiterhin flüchtig. Mehr dazu
In Heusenstamm durchschaute ein Senior am Freitagnachmittag rechtzeitig einen Betrugstrick: Eine Anruferin hatte sich als Bankmitarbeiterin ausgegeben und behauptet, seine Karte sei missbräuchlich genutzt worden. Gegen 17 Uhr erschienen zwei junge Frauen an seiner Wohnanschrift in der Gustav-Adolf-Straße, um angeblich die Karte abzuholen. Der Mann schöpfte Verdacht, ein schnell reagierender Nachbar verständigte die Polizei, und eine 16-Jährige wurde noch vor Ort festgenommen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Zwei Vorfälle mit Waffen durch Tatverdächtige sind in dieser Woche aktenkundig. Den Messerangriff in Darmstadt: Ein 68-Jähriger war am Freitagabend, 18. September, bei einer Auseinandersetzung durch Messerstiche tödlich verletzt worden — der 28-jährige Tatverdächtige sitzt seither in Untersuchungshaft. Mehr dazu Außerdem setzten in Frankfurt-Rödelheim am 20. September fünf Jugendliche und Heranwachsende bei der Bedrohung eines 13-Jährigen eine Schreckschusswaffe ein; einer der Verdächtigen gab einen Schuss aus der Schreckschusswaffe unmittelbar neben dem Jungen ab. Mehr dazu
Auffällig ist die Häufung von Drogendelikten im Frankfurter Bahnhofsviertel: Innerhalb von nur fünf Tagen — vom 21. bis 25. September — nahm die Polizei dort insgesamt fünf mutmaßliche Drogendealer fest. Auch in Kassel trat die Drogenproblematik deutlich hervor, sowohl beim Einbruchsfahndungs-Fund von über 130 Gramm Amphetaminen als auch beim unter Kokain- und Heroineinfluss fahrenden Autodieb.
Einen gelungenen Abschluss lieferte die Festnahme in Heusenstamm: Ein aufmerksamer Senior und ein schnell handelnder Nachbar verhinderten gemeinsam, dass Betrügerinnen mit der Bankkarte des Mannes entkamen — die Polizei nahm eine 16-Jährige noch vor Ort fest. Mehr dazu
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