Die Polizei in der Region Reutlingen hatte in den vergangenen Tagen mit mehreren Einsätzen zu tun. Im Mittelpunkt steht die Suche nach zwei Mädchen, die Gegenstände von einer Brücke auf ein fahrendes Auto warfen.
Zu dem gefährlichen Vorfall kam es am Dienstagabend gegen 16.50 Uhr auf der Bundesstraße 465 am Ortsausgang von Münsingen in Richtung Ehingen. Ein 46-Jähriger war mit seinem Ford Puma unterwegs, als ein Gegenstand von der Brücke auf sein Fahrzeug fiel. Der Wagen wurde so schwer beschädigt, dass er nicht mehr fahrbereit war und abgeschleppt werden musste. Der Schaden wird auf etwa 5.000 Euro geschätzt. Ein Zeuge beobachtete zwei Mädchen, die nach der Tat in das angrenzende Wohngebiet Parksiedlung flüchteten – meldete den Vorfall aber zunächst nicht der Polizei.
Das Polizeirevier Münsingen fahndet jetzt nach den beiden Mädchen, die auf etwa 15 bis 18 Jahre alt geschätzt werden. Eine von ihnen trug eine helle, weiße oder beigefarbene Hose, ein zartes rosafarbenes T-Shirt und helle Turnschuhe. Sie hatte lange, braune und offen getragene Haare. Ihre Begleiterin war in Schwarz gekleidet – schwarze Hose, schwarzes, minimal bauchfrei sitzendes T-Shirt und schwarze Turnschuhe. Auch sie hatte lange, braune Haare, die in einem tief sitzenden Pferdeschwanz gebunden waren. Besonderes Erkennungsmerkmal: eine Armbanduhr mit weißem Band am linken Handgelenk. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07381/93640 beim Polizeirevier Münsingen zu melden.
In Köngen kam es am frühen Mittwochmorgen gegen 4.45 Uhr zu einem Einsatz wegen einer undichten Gasleitung. An einer Baustelle in der Tiefe Straße hatten Passanten einen hörbaren und riechbaren Gasaustritt bemerkt. Zur Sicherheit wurden die Bewohner von neun umliegenden Häusern evakuiert. Der Energieversorger konnte die undichte Stelle innerhalb weniger Minuten abdichten. Die Feuerwehr war mit vier Fahrzeugen und 29 Einsatzkräften vor Ort. Gegen 5.30 Uhr konnten alle Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren. Verletzt wurde niemand.
Am Dienstagabend gegen 18 Uhr ereignete sich in Wernau ein Brand in der Stettiner Straße. Eine 38-jährige Hausbewohnerin hatte bei der trockenen Witterung Unkraut zwischen Steinplatten mit einem Bunsenbrenner entfernt – dabei geriet eine Thuja-Hecke in Brand. Die Hitze und der Ruß beschädigten die angrenzende Hausfassade und die Blechverkleidung des Dachvorsprungs. Die Feuerwehr löschte den Brand schnell mit drei Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften. Um einen Schwelbrand auszuschließen, musste die Dachvorsprungverkleidung geöffnet werden. Der Sachschaden wird auf rund 5.000 Euro geschätzt. Der Polizeiposten Wernau ermittelt.
In Deizisau kam es am Dienstagabend gegen 21.15 Uhr an der Uferpromenade in der Altbacher Straße zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Fünf Personen gerieten aus nichtigen Gründen aneinander. Drei Frauen im Alter von 21 bis 22 Jahren schlugen auf eine 19-Jährige ein. Ein 19 Jahre alter Mann versuchte, das Mädchen zu schützen, wurde dabei aber selbst ins Gesicht geschlagen. Hinzueilende Passanten konnten die Auseinandersetzung beenden. Das Polizeirevier Esslingen ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Zeugen, insbesondere die einschreitenden Passanten, werden gebeten, sich unter der Nummer 0711 3990 330 beim Polizeirevier Esslingen zu melden.
Ein erfolgreicher Einsatz gelang Polizei und Rettungskräften in Aichwald. Ein 71-jähriger Mann aus einem Pflegeheim wurde vermisst. Bei umfangreichen Suchmaßnahmen, an denen zeitweise auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, fanden die Einsatzkräfte den Mann wohlbehalten. Er wurde zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.
In Albstadt kam es am Dienstagabend gegen 23.30 Uhr in der Breslauer Straße zu einem Einsatz wegen einer defekten Gastherme. Eine 38-jährige Hausbewohnerin alarmierte die Feuerwehr, nachdem mehrere Bewohner über Schwindel klagten. Bei Ankunft der Feuerwehr hatten alle Anwohner das Gebäude bereits verlassen. Messungen ergaben eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration in den betroffenen Räumen. Nach dem Abstellen der Anlage und gründlichem Durchlüften des Kellers normalisierten sich die Messwerte schnell. Alle Bewohner konnten zurückkehren. Die 38-jährige Frau und ein 31-jähriger Bewohner wurden vorsorglich vom Rettungsdienst vor Ort behandelt, mussten aber nicht ins Krankenhaus.