Nach fast zwei Jahren hat die Bundespolizei in München eine wertvolle gestohlene Oboe sichergestellt und zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Ein 46-jähriger Bulgare und sein 16-jähriger Sohn wollten das Instrument am Mittwochabend (10. Juni) verkaufen, als die Polizei zugriff.
Der Diebstahl ereignete sich bereits am 20. November 2022 in einer S-Bahn der Linie S7 zwischen Icking und München. Ein 55-jähriger Italiener war während der Fahrt kurz eingeschlafen. Als er auf Höhe des Haltepunkts Karlsplatz wieder erwachte, bemerkte er, dass seine neben ihm abgelegte Tasche samt der wertvollen Oboe verschwunden war. Der Wert des Instruments beläuft sich auf etwa 10.200 Euro.
Die Auswertung der Videoaufzeichnungen aus dem Zug zeigten, dass ein unbekannter Mann die Tasche mit dem Instrument an sich genommen und anschließend am Münchner Hauptbahnhof den Zug verlassen hatte. Zunächst gab es keine Hinweise auf die Identität des Täters.
Den entscheidenden Hinweis erhielt die Bundespolizei am 10. Juni durch den Inhaber eines Musikgeschäfts. Dieser meldete sich bei der Polizei, nachdem ihm die als gestohlen gemeldete Oboe zum Kauf angeboten worden war. Polizistinnen und Polizisten konnten daraufhin den 46-jährigen Bulgaren und seinen 16-jährigen Sohn vorläufig festnehmen, als sie das Instrument verkaufen wollten.
Die Beamten brachten Vater und Sohn zur weiteren Aufklärung zur Bundespolizei-Dienststelle in der Denisstraße. Bei den anschließenden Ermittlungen ergaben sich auch Hinweise auf die Identität des ursprünglich unbekannten Tatverdächtigen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide wieder entlassen. Die Ermittlungen wegen Diebstahls und Hehlerei dauern noch an.