Ein 20-jähriger türkischer Staatsangehöriger ist am Samstag im Bundespolizeirevier Altona festgenommen worden. Der Mann war mit einem Haftbefehl des Amtsgerichts Hannover gesucht worden – wegen gefährlicher Körperverletzung mit Schusswaffe.
Die Verhaftung nahm eine ungewöhnliche Wendung: Der 20-Jährige erschien am 12. Juli gegen 09:50 Uhr selbst im Revier Altona und meldete einen Diebstahl. In der Nacht zuvor, gegen 07:00 Uhr, soll ihm am Bahnhof Altona sein Smartphone entwendet worden sein, während er schlafend auf einer Wartebank saß. Die Bundespolizei leitete sofort ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls ein.
Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus: Der Mann stand bundesweit zur Fahndung. Ihm wird zur Last gelegt, am 25. Juni gegen 21:12 Uhr in Hameln eine andere Person körperlich angegriffen und dabei eine Schusswaffe eingesetzt zu haben. Das Opfer erlitt eine schwere Knieverletzung.
Ein Richter hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover den Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erlassen. Nach Bestätigung der Haftfähigkeit durch einen Amtsarzt wurde der 20-Jährige in eine Untersuchungshaftanstalt gebracht. Die weiteren Ermittlungen zum Diebstahl am Bahnhof Altona werden von der Bundespolizeiinspektion Hamburg fortgeführt.