Die Nacht zum Dienstag bescherte Wiesbaden gleich mehrere Straftaten. In verschiedenen Stadtteilen kam es zu einem brutalen Überfall, Brandstiftung und einem Trickdiebstahl bei einer Seniorin. Die Polizei sucht nach den Tätern.
Überfall mit Faustschlag und Tritten
In Wiesbaden-Südost ist ein 30-jähriger Mann kurz nach zwei Uhr morgens auf dem Kaiser-Friedrich-Ring von zwei Unbekannten angegriffen und verletzt worden. Der Mann war gegen 02:20 Uhr zu Fuß auf dem Gehweg in Richtung Schiersteiner Straße unterwegs, als ihm die beiden Täter entgegenkamen. Sie beleidigten ihn zunächst, dann schlug einer der Angreifer dem 30-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Im Anschluss stießen die beiden Männer ihr Opfer zu Boden und schlugen sowie traten mehrfach auf ihn ein. Erst als Zeugen hinzukamen, ließen die Angreifer von dem Mann ab und flüchteten in Richtung Biebricher Allee.
Der erste Täter wird als etwa 20 bis 25 Jahre alt und circa 1,75 Meter groß beschrieben. Er wirkte auffällig dünn, hatte kurze braune Haare und sprach mit Akzent. Zur Tatzeit trug er ein weißes Deutschlandtrikot mit Check24-Aufdruck, eine blaue kurze Hose und eine schwarze Umhängetasche. Der zweite Täter ist ebenfalls etwa 20 bis 25 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und auffällig dünn. Er hatte kurze braune Haare, sprach mit Akzent und trug ein braunes Hemd sowie eine Jeans.
Zwei Mülltonnen in Flammen
In Wiesbaden-Dotzheim setzten Unbekannte zwischen 03:10 Uhr und 03:40 Uhr eine Papiermülltonne in der Stephan-Born-Straße in Brand. Das Feuer griff auf eine zweite Mülltonne über, bevor die Täter unerkannt flüchteten. Der Sachschaden an den beiden Behältern beläuft sich auf mehrere Hundert Euro.
Kupferkabel von Firmengelände gestohlen
Am Sonntagnachmittag schlug ein Dieb in Wiesbaden-Delkenheim zu. Zwischen 16:40 Uhr und 17:00 Uhr fuhr ein Unbekannter mit einem dunklen Pkw auf das Gelände einer Firma im Max-Planck-Ring. Dort entwendete er eine Kabeltrommel mit etwa 200 bis 300 Metern Kupferkabel und flüchtete damit in unbekannte Richtung. Der Täter trug ein weißes T-Shirt und eine schwarze kurze Hose.
Trickdieb gibt sich als Wasserwerker aus
Eine Seniorin in Wiesbaden-Nordost ist am Sonntag gegen 15:00 Uhr Opfer eines Trickdiebstahls geworden. Ein Unbekannter verschaffte sich unter dem Vorwand, Mitarbeiter der Wasserwerke zu sein, Zutritt zu ihrer Wohnung in der Johannes-Brahms-Straße. Während die Bewohnerin abgelenkt war, entwendete der Mann Bargeld und Schmuck. Anschließend flüchtete er.
Der Täter wird als etwa 21 bis 30 Jahre alt und 180 bis 190 Zentimeter groß beschrieben. Er hatte kurze braune Haare und trug eine gelbe Warnweste.
Die Polizei warnt vor dieser Masche: Angebliche Handwerker sollten nicht in die Wohnung gelassen werden, wenn diese nicht angefordert wurden. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen wie Wasserrohrbrüchen sollte zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken nachgefragt werden, ob die Behauptung stimmt. Ein berechtigter Handwerker wird für solche Nachfragen Verständnis haben.
Die Polizei Wiesbaden sucht Zeugen für alle vier Vorfälle. Hinweise werden unter der Telefonnummer (0611) 345-0 entgegengenommen.