Ein 74-jähriger Autofahrer aus Gotha hat nach zwei Tagen Unfallflucht gestanden: Sein roter Seat hatte auf dem Hauptmarkt eine massive handgefertigte Sandsteinsäule aus der Bodenverankerung gerissen. Der Sachschaden wird auf 15.000 Euro geschätzt.
Die Stadtverwaltung Gotha machte die Unfallflucht am Freitagmittag öffentlich – obwohl sich der Vorfall bereits zwei Tage zuvor, am Mittwochmorgen, ereignet hatte. Ein Zeugenaufruf brachte erste konkrete Hinweise: Ein Zeuge berichtete, dass ein roter Seat in die Säule auf dem oberen Hauptmarkt gefahren sei. Dasselbe Fahrzeug mit Frontschaden habe anschließend für etwa zwei Tage in der Jüdenstraße geparkt – unweit des Unfallortes.
Die Polizei entdeckte an der Unfallstelle diverse Fahrzeugteile, die Rückschlüsse auf den Verursacher zuließen. Nach akribischen Ermittlungen filterten die Beamten am Samstag ein verdächtiges Fahrzeug heraus und besuchten den 74-jährigen Halter. Der Fahrer gab sofort zu, den Unfall am Mittwochmorgen verursacht zu haben – versuchte aber, Verantwortung abzuschieben: Er habe den roten Seat bereits verkauft, das Fahrzeug sei unterwegs ins Ausland.
Die Polizisten ließen nicht locker. Sie recherchierten, wo der Wagen tatsächlich gelandet war: bei einem Autohändler. Dort wurde das zehn Jahre alte Fahrzeug sichergestellt. Der Schaden an der Sandsteinsäule war erheblich – die Stadtverwaltung Gotha beziffert ihn auf 15.000 Euro.
Gegen den 74-Jährigen wurde ein Verfahren wegen Unfallflucht eingeleitet. Sein Führerschein wurde sichergestellt. Die Landespolizeiinspektion Gotha hat die Ermittlungen abgeschlossen.