Granatenfund in Rinteln: 300-Meter-Evakuierung vor kontrollierter Sprengung

(Symbolbild)

In Rinteln muss heute ein ganzer Stadtteil evakuiert werden, nachdem eine 3,7-Inch-Sprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg im Bereich der Stoevesandtstraße aufgefunden wurde. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen stellte nach seiner Begutachtung fest, dass von der Granate eine potenzielle Gefahr ausgeht – eine kontrollierte Sprengung vor Ort ist daher erforderlich.

Aus Sicherheitsgründen muss ein Sicherheitsbereich von 300 Metern um die Fundstelle vollständig geräumt werden. Alle Anwohnerinnen und Anwohner sowie Beschäftigte innerhalb des Evakuierungsbereiches müssen ihre Wohnungen, Häuser und Betriebsstätten rechtzeitig verlassen. Der Bereich muss spätestens um 16:00 Uhr vollständig geräumt sein.

Von den Sperrmaßnahmen sind zahlreiche Straßen betroffen: die Stoevesandtstraße ab Kreuzung Prof.-Kohlrausch-Straße/Friedrichstraße, der Bahnhofsweg ab Stoevesandtstraße bis Hausnummer 7, der Kerschensteiner Weg ab Ecke Schraderstraße/Ostpreußenweg bis Breite Straße, die Groß-Wartenberger-Straße mit den Hausnummern 1A bis 7 einschließlich Grundschule Nord, die Dankerser Straße ab Ecke Hafenstraße bis Hausnummer 26, die Breite Straße zwischen Stoevesandtstraße und Schraderstraße sowie die Wilhelmstraße und Karlstraße.

Ab 14:00 Uhr ist das Befahren des betroffenen Bereiches nur noch eingeschränkt möglich. Ab 16:00 Uhr werden die innerhalb des Evakuierungsradius liegenden Straßen vollständig gesperrt. Der Gefahrenbereich ist weiträumig zu umfahren.

Für Betroffene, die während der Evakuierung keine private Unterbringungsmöglichkeit haben, wurde ab 15:00 Uhr eine Anlaufstelle in der Aula des Gymnasiums Ernestinum in der Paul-Erdniß-Straße 1 eingerichtet. Ein kostenloser Shuttle-Service bringt Menschen um 15:00 Uhr vom Bahnhof Rinteln Nord und von der Dankerser Straße vor dem Unternehmen Bergsiek zur Notunterkunft.

Die kontrollierte Sprengung ist nach derzeitigem Stand für etwa 18:00 Uhr vorgesehen. Erst nach Freigabe des Bereiches dürfen Anwohner zurückkehren. Die Polizei, Feuerwehr und Ordnungsbehörden informieren die Betroffenen direkt vor Ort und kontrollieren die Räumung des Gefahrenbereiches.

Die Stadt Rinteln bittet die Anwohner, vor dem Verlassen ihrer Wohnungen und Häuser nach Möglichkeit die Fenster in Kippstellung zu bringen, um mögliche Auswirkungen der bei der Sprengung entstehenden Druckwelle zu verringern. Die Leitungen der Grundschule Nord sowie der Kindertagesstätte Klabauternest wurden über die Maßnahmen informiert.

Für Fragen steht das Bürgertelefon der Stadt Rinteln unter der Rufnummer 05751 403-777 zur Verfügung. Insbesondere Personen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder eingeschränkter Mobilität Unterstützung benötigen, werden gebeten, sich dort zeitnah zu melden. Weitere Informationen werden fortlaufend über die Kommunikationskanäle der Stadt Rinteln, der Polizei sowie die regionalen Medien veröffentlicht.

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