Die Verkaufspreise im Großhandel sind im April 2026 deutlich gestiegen. Sie lagen um 6,3 Prozent höher als im April 2025, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte. Damit beschleunigte sich die Teuerung im Großhandel erheblich.
Im März 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat noch bei 4,1 Prozent gelegen, im Februar 2026 bei 1,2 Prozent. Einen höheren Preisanstieg als im April 2026 gab es im Vorjahresvergleich zuletzt im Februar 2023 mit 9,5 Prozent gegenüber Februar 2022. Auch gegenüber dem Vormonat März 2026 stiegen die Großhandelspreise um 2,0 Prozent.
Als Hauptgrund für den starken Preisanstieg nannte Destatis die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten. In deren Folge erhöhten sich insbesondere die Großhandelspreise für Energieprodukte und Rohstoffe.
Besonders stark verteuerten sich Mineralölerzeugnisse, deren Preise im April 2026 durchschnittlich 37,3 Prozent über denen von April 2025 lagen. Auch gegenüber dem Vormonat März 2026 stiegen sie deutlich um 12,7 Prozent. Dieser Preisanstieg war hauptursächlich für die Entwicklung der Großhandelspreise insgesamt.
Bedeutend für die Preisentwicklung war außerdem der Anstieg im Großhandel mit Nicht-Eisen-Erzen, -Metallen und -Metallhalbzeug um 40,2 Prozent gegenüber April 2025. Die Preise im Großhandel für Blumen und Pflanzen stiegen um 9,3 Prozent, für chemische Erzeugnisse um 7,3 Prozent zum Vorjahresmonat.
Preisrückgänge verzeichnete der Großhandel dagegen bei Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten mit minus 7,8 Prozent gegenüber April 2025. Auch Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze verbilligten sich um 7,5 Prozent im Vorjahresvergleich.