Die Hamburger Polizei hat in einer dreitägigen Kontrollkampagne vom 18. bis 20. August 2026 massive Verstöße im Straßenverkehr dokumentiert. Insgesamt 289 Einsatzkräfte überprüften 974 Fahrzeuge – darunter 585 Elektrokleinstfahrzeuge – und 837 Personen. Die Bilanz fällt ernüchternd aus: 72 Straftaten und 714 Ordnungswidrigkeiten wurden eingeleitet.
Bei den Straftaten führte der Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz die Liste an. 31 Fahrer und Fahrerinnen waren ohne die erforderliche Versicherung unterwegs. 23 Personen fuhren ohne gültige Fahrerlaubnis, drei weitere stehen im Verdacht der Urkundenfälschung. Je ein Fall von Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss kam hinzu, sowie 13 weitere Straftaten.
Bei den Ordnungswidrigkeiten dominieren Parkverstoße mit 179 Fällen. 55 Personen missachteten rote Ampeln – 26 Kraftfahrzeugführer und 29 Fahrradfahrer. Die verbotene Handynutzung am Steuer oder Lenker kam 42-mal vor. Weitere Verstöße betrafen Fehler beim Abbiegen (16), Fahren unter Drogeneinfluss (15), fehlende Anschnallpflicht (9) und Geschwindigkeitsverstöße (6). Zwei Kinder waren nicht ordnungsgemäß gesichert. 384 weitere Ordnungswidrigkeiten rundeten die Liste ab.
Die Polizei stellte zudem 19 Mängelmeldungen aus – etwa wegen fehlender Dokumente oder technischer Defekte. 17 Blutprobenentnahmen wurden angeordnet. 61 Autofahrer durften nicht weiterfahren, elf Fahrzeuge und elf Führerscheine wurden sichergestellt.
Ein besonders kritischer Fall ereignete sich am Dienstag in der Verkehrsdirektion 3: Polizisten kontrollierten zwei Minderjährige auf einem E-Scooter ohne Versicherung. Die Bremsen funktionierten nur eingeschränkt, das Fahrzeug erreichte Geschwindigkeiten von bis zu 51 km/h – nicht normgerecht. Den Kindern wurde die Weiterfahrt untersagt, ihre Erziehungsberechtigten wurden benachrichtigt. Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz wurden eingeleitet. Wenige Stunden später fiel eines der Kinder den Polizisten erneut mit dem E-Scooter auf – ein weiteres Strafverfahren folgte.
Am Mittwoch befuhr ein 40-Jähriger verbotswidrig die Fußgängerzone Seevepassage mit seinem Elektrokleinstfahrzeug. Bei der Kontrolle legte der türkische Mann den Beamten ein augenscheinlich gefälschtes bulgarisches Ausweisdokument vor. Das Dokument wurde beschlagnahmt, seine echte Identität vor Ort festgestellt. Ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung wurde eingeleitet.
Auf der A 25 fiel Beamten der Verkehrsdirektion 4 ein Paketdienstfahrer durch auffällige Fahrweise auf. Der freiwillige Atemalkoholtest des 65-jährigen Deutschen ergab 2,22 Promille. Die Blutprobe wurde angeordnet, die Weiterfahrt untersagt, ein Strafverfahren eingeleitet.
In der Walddörfer Straße stoppten Polizisten eine 27-jährige Smart-Fahrerin, die ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war. Ihr Auto wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt, ein Strafverfahren eingeleitet. Bei ihrem 44-jährigen Beifahrer fanden die Einsatzkräfte Kokain und etwa 3.000 Euro Bargeld. Bei der anschließenden Durchsuchung ihrer gemeinsamen Wohnung wurden weitere Drogen – Kokain und Marihuana – sowie zusätzliches Bargeld und Verpackungsmaterialien entdeckt und sichergestellt. Der Mann wurde nach erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen; ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Drogenhandels wurde eingeleitet.
Parallel zu den Kontrollen führte die Verkehrsdirektion 6 eine Präventionsaktion im Westfield Center in der HafenCity durch. Mit einem Informationsstand, einem Parcours und einem Fahrsimulator konnten Besucher sich praxisnah über Elektrokleinstfahrzeuge informieren. Vertreter von Interessenverbänden und Unternehmen trugen zusätzliche fachliche Perspektiven bei.
Die Polizei Hamburg kündigte an, Verkehrskontrollen fortsetzen zu wollen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Verkehrsteilnehmende zu sensibilisieren.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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