Großrazzia gegen Autoschieber: Polizei nimmt zwei Männer fest

(Symbolbild)

Bei einer großangelegten Razzia gegen kriminelle Clanstrukturen hat die Polizei am Donnerstag in Wilhelmshaven, Sande und Schortens zwölf Objekte durchsucht und zwei Männer im Alter von 25 und 49 Jahren festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück wirft ihnen gewerbs- und bandenmäßigen Betrug im Zusammenhang mit manipulierten Autoverkäufen vor.

Nach den Ermittlungen kaufte die Bande Fahrzeuge mit hoher Laufleistung – darunter ehemalige Taxen, Mietwagen und Transporter – und verkaufte sie nach einer Manipulation der Kilometerstände gewinnbringend weiter. Um die tatsächliche Herkunft der Fahrzeuge zu verschleiern, ließen die Täter die manipulierten Autos über Zulassungsdienste gezielt auf Dritte zu und verkauften sie anschließend als vermeintliche Privatverkäufe.

Bei den Durchsuchungen stellte die Polizei diverses Beweismaterial sicher. Die beiden festgenommenen Beschuldigten wurden dem Amtsgericht Wilhelmshaven vorgeführt, wo die Haftbefehle verkündet wurden. Anschließend brachte man sie in verschiedene Justizvollzugsanstalten.

An dem Großeinsatz beteiligten sich Beamte der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, der Verfügungseinheiten Delmenhorst und Oldenburg sowie der Diensthundeführerstaffel und der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. Die Ermittlungen laufen unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Osnabrück – Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen.

„Die heutigen Maßnahmen zeigen eindrucksvoll die hohe Professionalität und die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden“, sagte Polizeirätin Jantje Zimmermann-Gäde, Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes. Leitender Polizeidirektor Jörg Beensen betonte: „Wer systematisch, organisiert und bandenmäßig Straftaten begeht, erhebliche illegale Gewinne erzielt und dabei Gesetze missachtet, muss konsequent mit dem Einschreiten der Sicherheitsbehörden rechnen.“

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