Schlossgrabenfest Darmstadt: Rechtsradikale Parolen und Pyrotechnik überschatten friedliches Festival

(Symbolbild)

Das Darmstädter Schlossgrabenfest ist am Sonntag mit rechtsradikalen Vorfällen und dem unerlaubten Einsatz von Pyrotechnik zu Ende gegangen. Die Polizei zieht dennoch eine überwiegend positive Bilanz der viertägigen Veranstaltung vom 21. bis 24. Mai.

Der schwerwiegendste Vorfall ereignete sich am Sonntag gegen 21 Uhr vor der Hauptbühne am Karolinenplatz. Zwei unbekannte Täter sollen dort den Hitlergruß gezeigt und rechtsradikale Parolen gerufen haben. Mehrere Zeugen beobachteten die Tat, einige filmten das Geschehen. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen und bittet unter der Telefonnummer 06151/969-0 um weitere Hinweise.

Zwei Stunden später, gegen 23 Uhr, nahm die Polizei einen 50-Jährigen vorläufig fest. Er soll ebenfalls vor der Hauptbühne einen pyrotechnischen Gegenstand entzündet haben. Der Mann muss sich nun in einem Ermittlungsverfahren verantworten.

Trotz des hohen Besucheraufkommens und der sommerlichen Temperaturen verlief die Großveranstaltung aus polizeilicher Sicht insgesamt weitgehend störungsfrei. Das Aufkommen an Straftaten bewegte sich im üblichen Rahmen vergleichbarer Festivals. Die Polizei registrierte einzelne Diebstähle sowie vereinzelte Körperverletzungsdelikte.

Zur Überwachung der Lage setzte die Polizei erstmals eine Drohne ein. In enger Abstimmung mit dem Veranstalter konnten dadurch Ansammlungen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. So wurde beispielsweise am Sonntagabend im Bereich des Residenzschlosses ein zusätzlicher Ausgang geöffnet, um den Besucherinnen und Besuchern eine weitere Möglichkeit zum Verlassen des Geländes zu bieten.

Die sommerliche Hitze führte erwartungsgemäß zu medizinischen Hilfeleistungen. Mehrere Festivalbesucher klagten über Kreislaufprobleme oder Erschöpfungserscheinungen und mussten vor Ort durch den Rettungsdienst versorgt werden. Während des Festbetriebes kam es zu leichten Beeinträchtigungen des Verkehrs.

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