Großrazzia gegen Betrüger: Polizei hebelt Millionen-Betrugsring aus

(Symbolbild)

Mittwochmorgen haben Beamtinnen und Beamte des Landeskriminalamtes Hamburg (LKA 51) mit Unterstützung von Polizeikräften aus Schleswig-Holstein und der Bundespolizei einen großangelegten Betrugsring zerschlagen. Sie vollstreckten diverse Durchsuchungs- und Arrestbeschlüsse sowie drei Haftbefehle. Hintergrund sind monatelange Ermittlungen wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs.

Sieben Tatverdächtige im Alter von 32 bis 64 Jahren hatten demnach ein Finanzunternehmen gegründet und arbeitsteilig über soziale Medien Kapitalanlageprodukte vertrieben, die in Wirklichkeit gar nicht existierten. Mit hohen Gewinnversprechungen lockten sie mindestens 2.700 Geschädigte an und bewegten diese, rund 50 Millionen Euro sowie 3,4 Millionen in einer Kryptowährung zu investieren.

Um den Anschein eines funktionierenden Geschäftsbetriebs zu wahren, zahlten die Betreiber vermeintliche Gewinne an Geschädigte aus. Ein Teil der eingezahlten Gelder floss jedoch in private Taschen. Bereits im April dieses Jahres warnte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) öffentlich vor dem Angebot und sperrte ein entsprechendes Geschäftskonto. Die mutmaßlichen Betrüger setzten ihre Aktivitäten daraufhin über eine neu gegründete Kapitalanlagegesellschaft fort.

Weil Geldmittel über Bankkonten der Privatpersonen weitergeleitet und dadurch gewaschen worden sein sollen, leitete das LKA zusätzliche Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche ein. Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte beim Amtsgericht insgesamt 16 Durchsuchungsbeschlüsse: 7 in Hamburg und 9 in Schleswig-Holstein. Hinzu kamen 9 Arrestbeschlüsse in insgesamt achtstelliger Höhe sowie Haftbefehle gegen einen 63-jährigen Verdächtigen, einen 54-jährigen Verdächtigen und eine 64-jährige Verdächtige.

Bei der Vollstreckung pfändeten die Ermittlerinnen und Ermittler des Landeskriminalamtes gemeinsam mit der Zielfahndung (LKA 23) und mit Unterstützung der Polizei Schleswig-Holstein, der Bundespolizei, der Bafin und der Bundesbank hochwertige Fahrzeuge – darunter drei Mercedes-Benz und einen Audi – sowie hochwertige Uhren und Bargeld. Insgesamt wurden Werte in Gesamthöhe von rund 500.000 Euro gepfändet. Darüber hinaus wurden Kontovermögen, Kryptowährungen in noch unbekannter Höhe und drei Immobilien gepfändet.

Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft dauern an.


Wie sich die Zahlen entwickelt haben

Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Hamburg um 5,4 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 25.342 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 49,9 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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