Großrazzia gegen Drogennetzwerk: 250 Polizisten durchsuchen 16 Objekte in drei Bundesländern

Bei einer Großrazzia gegen den illegalen Drogenhandel haben Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin gestern mit rund 250 Polizisten aus Berlin, Sachsen und Brandenburg insgesamt 16 Objekte durchsucht. Die Razzien fanden in den Berliner Stadtteilen Schöneberg, Neukölln, Reinickendorf, Wedding, Friedrichshain, Charlottenburg-Nord, Wilmersdorf, Tempelhof und Moabit sowie in Chemnitz, Potsdam und im brandenburgischen Landkreis Havelland statt.

Seit Januar ermittelt das Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 gegen einen 19-jährigen Intensivtäter, der im unteren Bereich der Hierarchie eines Drogennetzwerks aktiv war. Er steht im Verdacht, gemeinsam mit verschiedenen Personen in über 400 Fällen sogenannte Koks-Taxi-Fahrer mit Drogen beliefert zu haben – unter anderem mit Kokain und Cannabis.

Bei den gestrigen Durchsuchungen stellten die Polizisten umfangreiche Drogenmengen sicher: rund 1300 Gramm mutmaßliches Kokain, rund 20 Kilogramm Cannabis, mehrere Hundert Verkaufseinheiten mit Ketamin, MDMA und Ecstasy sowie über 1900 Gramm Haschisch. Darüber hinaus beschlagnahmten sie diverses Verpackungsmaterial, Technik und Bargeld in fünfstelliger Höhe. Zwei Autos wurden als Tatmittel sichergestellt.

Insgesamt trafen die Polizisten bei den Durchsuchungen 17 Personen an und stellten deren Identitäten fest. Vier Personen wurden festgenommen und in Polizeigewahrsam gebracht. Alle vier sollen heute einem Ermittlungsgericht zum Erlass eines Untersuchungshaftbefehls vorgeführt werden.

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