Großrazzia in Berlin: Polizei zerschlägt Bande mit gefälschten Sprachzertifikaten

(Symbolbild)

Mit einem Großeinsatz von 220 Polizistinnen und Polizisten hat die Berliner Polizei heute früh eine Bande zerschlagen, die bundesweit mit gefälschten Sprachzertifikaten gehandelt haben soll. Bei den Durchsuchungen wurden fünf Haftbefehle vollstreckt.

Gegen 6 Uhr rückten Kräfte des Landeskriminalamtes, Spezialeinsatzkräfte, Einsatzhundertschaften der Berliner Polizei sowie das Spezialeinsatzkommando Brandenburg zu 14 Wohnadressen aus. Die Durchsuchungen erfolgten in Moabit, Neukölln, Friedrichsfelde, Kreuzberg, Gesundbrunnen, Waidmannslust, Wedding, Pankow, Marzahn, Haselhorst, Halensee und Charlottenburg.

Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin gegen zehn Beschuldigte im Alter zwischen 22 und 32 Jahren wegen des Verdachts der banden- und gewerbsmäßigen Urkundenfälschung. Die Gruppe soll den illegalen Handel von Berlin aus bundesweit betrieben und über soziale Netzwerke beworben haben.

Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte diverse Zertifikate, Drucker, Laptops, Mobiltelefone und weitere Datengeräte sowie Bargeld in fünfstelliger Höhe sicher. Alles wurde beschlagnahmt.

Fünf Beschuldigte im Alter von 22 bis 29 Jahren werden heute im Anschluss an die Durchsuchungsmaßnahmen einer Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Tiergarten vorgeführt. Die weiteren Ermittlungen inklusive der Auswertung der Beweismittel sind noch nicht abgeschlossen.

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