Großrazzia wegen gefälschter CO2-Zertifikate: 500.000 Euro Schaden – 15 Durchsuchungen in zwei Bundesländern

(Symbolbild)

Wegen gewerbsmäßigen Betrugs mit gefälschten CO2-Zertifikaten haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch eine Großrazzia in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Der entstandene Schaden wird auf mehr als eine halbe Million Euro beziffert.

Über 40 Polizistinnen und Polizisten waren bei den Durchsuchungen im Einsatz, die sich gegen sechs Männer im Alter zwischen 23 und 37 Jahren richten. Die Verdächtigen sollen gewerbsmäßig illegalen Handel mit gefälschten CO2-Zertifikaten betrieben haben.

Insgesamt 15 Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Osnabrück wurden vollstreckt. Die Einsätze fanden in Barßel, Börger, Münster, Oldenburg, Rastede, Wiefelstede, Wilhelmshaven und Wuppertal statt. Beteiligt waren Beamte der Polizeiinspektionen Cloppenburg/Vechta, Emsland/Grafschaft Bentheim, Leer/Emden, Oldenburg-Stadt/Ammerland sowie der Kriminalpolizei Münster und Wuppertal.

Die Ermittlungen werden von einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektionen Cloppenburg/Vechta und Oldenburg-Stadt/Ammerland unter Federführung der Staatsanwaltschaft Osnabrück – Zentralstelle Internet- und Computerkriminalität (Cybercrime) geführt.

Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden. Die sechs Tatverdächtigen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

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