Mit perfiden Telefontricks haben Betrüger am Montag drei Senioren in Gummersbach und Marienheide um insgesamt mehr als 10.000 Euro gebracht. Die Kriminellen gaben sich als Bankmitarbeiter aus und gaukelten ihren Opfern vor, deren Kreditkarten seien gefährdet.
Der erste Fall ereignete sich um 15:15 Uhr in Gummersbach. Ein unbekannter Anrufer stellte sich einem 89-Jährigen als Mitarbeiter seiner Sparkasse vor – und zwar mit dem Namen einer Person, die tatsächlich dort arbeitet. Dadurch schöpfte der Senior zunächst keinen Verdacht. Der falsche Bankmitarbeiter behauptete, die Kreditkarte des Mannes müsse wegen einer unberechtigten Abbuchung dringend überprüft werden. Ein Außendienstmitarbeiter sei bereits unterwegs.
Nur fünf Minuten später klingelte tatsächlich ein Mann an der Haustür des 89-Jährigen. Der Senior händigte ihm vertrauensvoll seine Kreditkarte zur angeblichen Überprüfung aus. Später stellte er fest, dass ein niedriger vierstelliger Eurobetrag von seinem Konto abgebucht worden war.
Der falsche Außendienstmitarbeiter war etwa 30 bis 35 Jahre alt, schlank, hatte kurze schwarze Haare und sprach akzentfreies Hochdeutsch. Er trug eine dunkelrote Jacke und eine dunkle Hose.
Mit derselben Masche schlugen die Betrüger am gleichen Tag bei einer 85-jährigen Gummersbacherin zu. Auch sie gaben sich als Bankmitarbeiter aus und erfanden eine fehlerhafte Abbuchung. Nachdem die Seniorin dem vermeintlichen Außendienstmitarbeiter ihre EC-Karten übergeben hatte, erbeuteten die Kriminellen einen niedrigen vierstelligen Eurobetrag.
Das dritte Opfer war eine 90-Jährige aus Marienheide. Sie wurde am Montag gegen 11 Uhr auf die gleiche Art und Weise um einen mittleren vierstelligen Eurobetrag gebracht.