Am Mittwochabend, 1. Juli, haben Bundespolizisten einen 33 Jahre alten Mann in einem Fernreisezug beim Sonderhalt in Kehl kontrolliert. Der algerische Staatsangehörige konnte sich gegenüber den Beamten nicht ausweisen. Dies weckte den Verdacht der versuchten unerlaubten Einreise.
Die Überprüfung der Fingerabdrücke des Mannes führte zu einem entscheidenden Fund: Es lag eine Ausschreibung zur Vermögensabschöpfung vor – und deutlich gravierender – ein Haftbefehl wegen schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Aus einer früheren Verurteilung zu 2 Jahren und 10 Monaten Freiheitsstrafe hatte der 33-Jährige noch 356 Tage Restfreiheitsstrafe zu verbüßen.
Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten zudem geringe Mengen Cannabisharz. Dies hat zur Folge, dass gegen den Mann zusätzlich ein Ermittlungsverfahren wegen Einfuhr von Betäubungsmitteln eingeleitet wurde. Außerdem wird er wegen versuchter unerlaubter Einreise angezeigt.
Nach Beendigung der Haftstrafe soll der 33-Jährige nach Frankreich zurückgewiesen werden.
