Die Polizei Recklinghausen hat zwei 18-Jährige aus Essen festgenommen, die im Verdacht stehen, einen Senior mit der Betrugsmasche „falsche Polizei“ betrogen zu haben. Der angerufene Mann schöpfte sofort Verdacht und alarmierte die echte Polizei.
Durch den schnellen Hinweis konnten Streifenbeamte und Kollegen der Bezirksdienststelle die beiden Tatverdächtigen auf dem Campingplatz Zum Dülmener See stellen und vorläufig festnehmen. Auch das Auto, mit dem die beiden unterwegs waren, stellte die Polizei sicher.
Am Donnerstag ereigneten sich weitere Betrugsfälle in Haltern am See und Marl. Viele Angerufene reagierten richtig, ließen sich nicht auf die Betrugsversuche ein und verständigten die Polizei. In zwei Fällen kamen die Betrüger jedoch bis zur Haustür.
Am Breitenweg in Haltern am See brachte gegen 16.20 Uhr ein vermeintlicher Lieferdienst-Mitarbeiter einen älteren Mann dazu, ihm die Bankkarte zu geben. Der Unbekannte behauptete, die Karte müsse ausgetauscht werden. Nachdem der Senior die Karte übergeben hatte, flüchtete der mutmaßliche Betrüger. Er wird beschrieben als etwa 30 Jahre alt, circa 1,80 Meter groß, mit kurzen Haaren, dunkel gekleidet und deutsch sprechend.
Ein ähnlicher Fall ereignete sich am Donnerstagnachmittag gegen 14.15 Uhr auf der Otto-Haarmann-Straße in Marl. Eine Seniorin erhielt einen Anruf ihrer angeblichen Bank, die ihr vorgaukelte, es habe verdächtige Abbuchungen vom Konto gegeben. Während des Telefonats klingelte ein Mann an der Tür, der sich als Bank-Mitarbeiter ausgab und die Bankkarte mitnehmen wollte. Als die Frau seinen Ausweis verlangte, verschwand er. Der „Abholer“ wird beschrieben als 40 bis 50 Jahre alt, 1,85 bis 1,95 Meter groß, mit braunen Haaren, Sonnenbrille, Anzug und Krawatte bekleidet, deutsch sprechend ohne Akzent.
Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge zwischen den Fällen und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0800/2361 111. Auf ihrer Internetseite informiert sie außerdem darüber, wie sich Bürger vor solchen Betrugsmaschen schützen können.