Hamburg: Polizei kontrolliert 3.564 Fahrzeuge – 361 Raser erwischt, 9.566 Parksünder geahndet

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Bei Verkehrskontrollen im April haben Hamburger Polizistinnen und Polizisten 3.564 Fahrzeuge und 2.833 Personen überprüft. Insgesamt 1.650 Beamte waren bei der Schwerpunktaktion „Mobil. Aber sicher!“ im Einsatz, die sich hauptsächlich auf Zweiräder konzentrierte.

Die meisten Verstöße registrierten die Kontrolleure beim ruhenden Verkehr: 9.566 Mal stellten sie falsch geparkte Autos fest. Auf Platz zwei der Statistik stehen Geschwindigkeitsverstöße mit 361 Fällen, gefolgt von 398 Handyverstößen am Steuer und 221 Rotlichtverstößen.

Bei den Straftaten führte das Fahren ohne Fahrerlaubnis mit 35 Fällen die Liste an. 14 Autofahrer waren alkoholisiert unterwegs, neun weitere standen unter dem Einfluss von Drogen. In 50 weiteren Fällen leiteten die Polizisten andere Strafverfahren ein.

E-Scooter-Fahrer fielen vor allem durch verbotenes Fahren zu zweit auf (59 Fälle). 21 Mal erwischten die Beamten Nutzer beim Fahren auf Gehwegen, 22 Mal bei der Benutzung der falschen Radwegseite. Drei E-Scooter-Fahrer standen unter Alkoholeinfluss, einer unter Drogeneinfluss.

Radfahrer ignorierten 127 Mal rote Ampeln und fuhren 110 Mal als „Geisterradler“ auf der falschen Radwegseite. 58 Radfahrer nutzten verbotenerweise Gehwege, 39 telefonierten während der Fahrt mit dem Handy.

Die Polizei stellte außerdem 163 Mängelmeldungen aus – etwa wegen fehlender Papiere oder technischer Defekte – und ordnete 22 Blutprobenentnahmen an. Präventionsbeamte führten Bei den Kampagne „Hamburg gibt 8!“ knapp 150 Bürgergespräche.

Im Mai konzentriert sich die Hamburger Polizei auf technische Mängel und den ruhenden Verkehr. Falsch abgestellte Fahrzeuge auf Geh- und Radwegen stellten besonders für Fußgänger, Radfahrer und E-Scooter-Nutzer gefährliche Hindernisse dar, so die Begründung.

Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Parkverstöße in Hamburg: 2025 leitete allein die Polizei 332.716 Ordnungswidrigkeitenverfahren im ruhenden Verkehr ein – durchschnittlich 912 pro Tag. Behördenübergreifend waren es sogar 792.435 Verfahren, was über 2.170 Verstößen täglich entspricht.

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