Bei der Verkehrskontrollaktion „Mobil. Aber sicher!“ überprüfte die Hamburger Polizei im Mai 3.892 Fahrzeuge und 3.183 Personen. Dabei deckten über 1.430 Polizistinnen und Polizisten bei stationären und mobilen Kontrollen im gesamten Stadtgebiet 122 Straftaten auf.
Den Großteil der Vergehen begingen Autofahrer: 23 Mal fuhren Menschen ohne gültige Fahrerlaubnis, 14 Mal unter Alkoholeinfluss und sieben Mal unter dem Einfluss von Drogen. Zusätzlich registrierte die Polizei 78 weitere Straftaten durch Kraftfahrzeugführende.
Bei E-Scooter-Nutzenden stellten die Beamten 23 Straftaten fest – sechs Mal Fahren unter Alkoholeinfluss, einmal unter Drogeneinfluss und 16 weitere Vergehen. Fahrradfahrer begingen keine Straftaten, sondern nur Ordnungswidrigkeiten.
Die meisten Verstöße betrafen den ruhenden Verkehr: 8.034 Mal ahndete die Polizei falsches Parken. Weitere häufige Vergehen waren verbotswidrige Handynutzung (328 Mal bei Autofahrern, 82 Mal bei Radfahrern), Geschwindigkeitsverstöße (257 Mal) und das Überfahren roter Ampeln (200 Mal bei Autofahrern, 201 Mal bei Radfahrern).
Besonders auffällig bei E-Scooter-Fahrern: 91 Mal fuhren zwei Personen auf einem Roller, obwohl das verboten ist. 43 Mal nutzten sie unerlaubt Gehwege. Auch Radfahrer missachteten häufig Verkehrsregeln – 54 fuhren als „Geisterradler“ auf der falschen Straßenseite, 67 auf Gehwegen.
Die Polizei stellte zudem 215 Mängelmeldungen wegen fehlender Papiere oder technischer Defekte aus und ordnete 70 Blutprobenentnahmen an. Bei den Präventionskampagne „Hamburg gibt 8!“ führten die Beamten über 300 Aufklärungsgespräche mit Bürgern.
Für Juni kündigt die Polizei verstärkte Kontrollen zu Alkohol- und Drogenfahrten sowie Rotlichtverstößen an. 2025 sanken Alkoholunfälle in Hamburg um 2,4 Prozent auf 764 Fälle, dabei wurden 410 Menschen verletzt und drei getötet. Besonders betroffen waren E-Scooter-Fahrer (+19,2 Prozent), Radfahrer (+21,4 Prozent) und Lkw-Fahrer (+23,1 Prozent).
Drogenunfälle blieben mit 250 Fällen konstant, wobei in 62 Prozent THC festgestellt wurde. Auffällig war der Anstieg bei E-Scooter-Unfällen unter Drogeneinfluss um 19,3 Prozent auf 130 Fälle. 2025 registrierte die Polizei insgesamt 22.720 Rotlichtverstöße, davon 2.609 durch ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer.