Hamburg zeigt moderate Dürreentwicklung – UFZ-Monitor warnt vor regionalen Unterschieden im Mai 2026

Die Bodenfeuchtesituation in Hamburg und Umgebung entwickelt sich unterschiedlich: Während das Hamburger Stadtgebiet selbst noch weitgehend normale Verhältnisse zeigt, weisen die östlichen Nachbarregionen bereits deutliche Trockenheitssignale auf. Der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 9. Mai 2026 offenbart ein komplexes Muster zwischen ausreichend feuchten und zunehmend trockenen Gebieten.

Aktuelle Dürrekarte Hamburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Hamburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders auffällig ist der Kontrast zwischen den westlichen und östlichen Bereichen der Region: Während Hamburg und die westlich angrenzenden Gebiete in Schleswig-Holstein noch überwiegend weiße bis hellgelbe Farbtöne aufweisen – ein Zeichen für normale bis leicht unterdurchschnittliche Bodenfeuchte – zeigen sich östlich der Hansestadt bereits deutliche Warnsignale. In Teilen Mecklenburg-Vorpommerns sind orange bis rote Bereiche erkennbar, die auf eine bereits fortgeschrittene Bodentrockenheit hindeuten.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 6,7 Millimetern Niederschlag ein unterdurchschnittliches Aufkommen bei moderaten Temperaturen um 11,7 Grad. Für die kommenden drei Tage sind zwar 13,3 Millimeter Regen angekündigt, doch diese Mengen reichen nicht aus, um die tieferen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten. Kurzzeitige Niederschläge benetzen hauptsächlich die Oberfläche, während die für Pflanzenwurzeln wichtigen tieferen Schichten weiterhin von den ausbleibenden ergiebigen Regenfällen der vergangenen Wochen betroffen bleiben.

Für die Landwirtschaft in der Metropolregion Hamburg bedeutet dies eine zwiespältige Situation: Während Betriebe im direkten Hamburger Umland noch von ausreichender Bodenfeuchte profitieren, müssen Landwirte in den östlichen Bereichen bereits mit ersten Bewässerungsmaßnahmen rechnen. Besonders betroffen sind dabei Kulturen mit flachen Wurzelsystemen. Die Wasserversorger der Region beobachten die Entwicklung aufmerksam, da sich regional unterschiedliche Grundwasserstände abzeichnen.

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