Zivilfahnder des Hamburger Landeskriminalamts haben am vergangenen Donnerstag zwei mutmaßliche Trickdiebinnen festgenommen. Die 18 und 41 Jahre alten Serbinnen stehen unter dringendem Verdacht, eine 85-jährige Frau in Reinbek bestohlen zu haben.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei ereignete sich der Trickdiebstahl am Donnerstag gegen 9:45 Uhr in der Schulstraße in Reinbek. Die beiden Frauen verschafften sich unter dem Vorwand, Pflegekräfte zu sein, Zutritt zur Wohnung der Seniorin. Sie gaben vor, sich um deren Wohlergehen zu kümmern, stahlen aber hochwertigen Schmuck.
Bei der anschließenden Fahndung wurden Zivilfahnder des Fachkommissariats für Trickdiebstahlsdelikte (LKA 43) auf zwei Frauen aufmerksam, die der Täterbeschreibung entsprachen. Bei der Durchsuchung fanden die Polizistinnen und Polizisten nicht nur den Schmuck der 85-Jährigen, sondern weiteres mutmaßliches Diebesgut: Bargeld, zusätzlichen Schmuck und EC-Karten. Die Beweismittel wurden sichergestellt, ihre Zuordnung läuft noch.
Das LKA 43 ermittelt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Hamburg. Die Behörden prüfen, ob die beiden Frauen für eine Vielzahl weiterer ähnlicher Taten mit Schwerpunkt Hamburg verantwortlich sein könnten. Eine Haftrichterin erließ am Freitag Untersuchungshaftbefehle gegen beide Beschuldigte wegen dringenden Tatverdachts des Trickdiebstahls in zwei Fällen.
Die Polizei rät zur Vorsicht: Fremde Personen sollten ohne vorherige Terminabsprache nicht in die Wohnung gelassen werden. Gespräche sollten bei leicht geöffneter Tür mit vorgelegter Kette oder aktiviertem Sperrbügel geführt werden. Die Berechtigung von Besuchern sollte immer überprüft werden – etwa durch Vorlage eines Ausweises und Rückfrage beim Pflegedienst. Auch durch angebliche Notfälle sollte man sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Im Zweifel sollten Nachbarn oder Vertrauenspersonen hinzugezogen und die Polizei unter 110 gerufen werden.