Nach einem Verkehrsunfall bei Hameln hat sich ein 38-jähriger Autofahrer vom Unfallort entfernt und konnte erst sieben Stunden später an seiner Wohnadresse gefasst werden. Der Mann war betrunken gefahren und besaß bereits keine gültige Fahrerlaubnis mehr.
Am Montagmorgen, 25. Mai 2026, meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer gegen 2.47 Uhr einen verunfallten Pkw auf dem Waldweg zwischen Klütturm und dem Stadtgebiet Hameln. Aus dem Fahrzeug seien drei offensichtlich betrunkene Personen ausgestiegen, die anschließend vom Unfallort wegwollten.
Mehrere Polizeistreifen fuhren sofort zur Unfallstelle. Auf der Anfahrt trafen sie zwei der drei Fahrzeuginsassen an. Beide standen deutlich unter Alkoholeinfluss und machten widersprüchliche Angaben zum Unfallgeschehen. Nach weiteren Befragungen der Zeugen konnten die Polizisten die beiden angetroffenen Männer als Fahrer ausschließen.
Die Ermittlungen ergaben stattdessen, dass es sich bei dem flüchtigen mutmaßlichen Fahrer um den 38 Jahre alten Fahrzeughalter handelt. Dem Mann war die Fahrerlaubnis bereits zuvor wegen einer Trunkenheitsfahrt entzogen worden.
Da eine Verletzung oder hilflose Lage des geflüchteten Fahrers nicht ausgeschlossen werden konnte, leitete die Polizei umgehend umfangreiche Suchmaßnahmen ein. Neben mehreren Streifenwagenbesatzungen war auch der Polizeihubschrauber „Phönix“ im Einsatz. Die Suche in der Nähe sowie auf angrenzenden Wiesen und Feldern blieb jedoch ohne Erfolg.
Erst etwa sieben Stunden nach dem Unfall konnte der 38-Jährige schließlich an seiner Wohnadresse angetroffen werden. Er räumte die Fahrt mit dem Pkw ein. Zudem wurde eine Blutprobe entnommen.
Das verunfallte Auto war frontal mit einem Straßenbaum zusammengestoßen und erlitt wirtschaftlichen Totalschaden. Auch der Baum wurde beschädigt.
Gegen den Mann wurden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet.