In Hanau hat die Polizei am Sonntag zwei Verkehrsunfälle binnen kurzer Zeit aufgeklärt. Im ersten Fall wurde ein kleines Kind angefahren, im zweiten Fall flüchtete ein 18-Jähriger vor einer Polizeikontrolle.
Gegen 16.50 Uhr fuhr eine 34-jährige Frau mit ihrem Corsa auf der Heinrich-Bott-Straße vom Congress-Park in Richtung Eugen-Kaiser-Straße. Plötzlich lief ein vierjähriger Junge zwischen geparkten Fahrzeugen hindurch auf die Straße. Es kam zum Zusammenstoß. Zeugen leisteten dem ansprechbaren Kind Erste Hilfe, bis der Rettungswagen eintraf. Das Kind wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Heinrich-Bott-Straße war etwa eine halbe Stunde lang gesperrt.
Nur rund zehn Minuten später, gegen 17 Uhr, wollte eine Polizeistreife des Reviers Hanau im Bereich Mühltorweg und Am Freiheitsplatz einen grauen VW T-Roc kontrollieren. Der Wagen war zuvor in die dortige Fußgängerzone gefahren. Als die Beamten den Fahrer ansprachen, stieg zunächst der Beifahrer aus. Der 18-jährige Fahrer setzte dann mit quietschenden Reifen zurück und raste über den Mühltorweg in Richtung Mühlstraße davon.
Die Polizisten verfolgten ihn sofort. Beim Abbiegen in die Mühlstraße missachtete der 18-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen eine rote Ampel. Fußgänger mussten zur Seite springen, um nicht erfasst zu werden. Anschließend fuhr der junge Mann mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch den innerstädtischen Bereich in Richtung Julius-Leber-Straße.
In einer Kurve verlor der 18-Jährige die Kontrolle über den VW und prallte gegen zwei am Fahrbahnrand geparkte Fahrzeuge. Nach dem Unfall lief er zu Fuß davon und warf dabei einen Gegenstand weg. Die Polizeibeamten nahmen ihn kurz darauf vorläufig fest und fanden auch den weggeworfenen Gegenstand: eine Gaspistole.
Der 18-Jährige wird verdächtigt, Verkehrsunfallflucht begangen zu haben, ohne Fahrerlaubnis gefahren zu sein und sich Vollstreckungsbeamten widersetzt zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen war der VW zudem zur Fahndung ausgeschrieben. Der Wagen und die Gaspistole wurden sichergestellt. Der junge Mann wurde leicht verletzt, seine Fingerabdrücke und Fotos wurden gemacht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und einer Abklärung im Krankenhaus wurde er auf freien Fuß gesetzt.
Der Beifahrer konnte nach dem Vorfall nicht mehr angetroffen werden. Seine Identität ist bislang unbekannt.
Die Polizei bittet um Hinweise zu beiden Vorfällen. Wer den Unfall mit dem vierjährigen Kind in der Heinrich-Bott-Straße beobachtet hat oder Angaben zum Unfallhergang machen kann, wird gebeten, sich zu melden. Gleiches gilt für Personen, die die Fahrt des VW T-Roc, die mutmaßliche Rotlichtfahrt, die Gefährdung von Fußgängern oder den anschließenden Unfall beobachtet haben. Hinweise nimmt das Polizeirevier Hanau unter 06181 100-120 entgegen.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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