Ein Firmeninhaber aus Hanau ist Opfer eines sogenannten „CEO-Fraud“ geworden. Betrüger brachten ihn dazu, einen sechsstelligen Betrag auf ein ausländisches Bankkonto zu überweisen. Die Kriminalpolizei nimmt die Tat zum Anlass, um vor dieser Masche zu warnen.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Inhaber von einem Mann kontaktiert, der vorgab, ein Geschäftsinhaber zu sein und einen Kauf tätigen zu wollen. Über mehrere Tage hinweg entwickelte sich eine geschäftliche Korrespondenz zwischen ihm, dem vermeintlichen Kaufinteressenten und einem angeblichen Rechtsanwalt. Im Verlauf dieser Kommunikation wurde der Geschädigte dazu gebracht, nahezu eine halbe Million Euro auf ein Bankkonto nach England zu transferieren.
Bei einer anschließenden Überprüfung bemerkte der Firmeninhaber allerdings Unstimmigkeiten und schöpfte Verdacht. Er informierte daraufhin die Polizei und erstattete Anzeige. Nach aktuellem Stand konnte die Transaktion dank der rechtzeitigen Reaktion offenbar noch gestoppt und rückgängig gemacht werden.
Beim „CEO-Fraud“ handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei der Firmen unter Verwendung falscher Identitäten zur Überweisung von Geld manipuliert werden. Die Betrüger geben sich beispielsweise als Führungskräfte wie CEO oder CFO eines Unternehmens, als Geschäftspartner oder Kaufinteressenten aus. Durch professionell wirkende E-Mails, vorgetäuschte Geschäftsabschlüsse und gezielt recherchiertes Wissen über die Unternehmensstruktur bauen sie Vertrauen auf. Oft werden zur Überweisung autorisierte Personen unter Zeitdruck gesetzt und zur Geheimhaltung verpflichtet.
So schützen Sie sich vor CEO-Fraud
Die Kriminalpolizei empfiehlt: Überprüfen Sie ungewöhnliche oder hohe Überweisungen stets über einen zweiten, unabhängigen Kommunikationsweg. Nutzen Sie das Vier-Augen-Prinzip und ziehen Sie mindestens zwei Personen für die Freigabe von Zahlungen hinzu, besonders bei größeren Summen. Achten Sie auf abweichende E-Mail-Adressen, veränderte Schreibweisen von Namen und andere Auffälligkeiten in der Korrespondenz.
Legen Sie klare interne Abläufe fest und richten Sie verbindliche Freigabeprozesse für hohe Überweisungen und Änderungen von Bankverbindungen ein. Wenn Sie eine betrügerische Überweisung vermuten, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank und informieren Sie die Polizei. Je schneller reagiert wird, desto größer ist die Chance, eine Zahlung noch aufzuhalten.
Wie sich die Zahlen entwickelt haben
Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Hessen um 1,9 Prozent verändert, sie ist gestiegen. Gezählt wurden 2025 insgesamt 49.153 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 66,2 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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