Im Landkreis Darmstadt-Dieburg häufen sich Diebstähle aus Fahrzeugen von Handwerksbetrieben. Besonders betroffen sind die Gemeinden Groß-Zimmern und Dieburg, wo Kriminelle in den vergangenen Wochen vermehrt Firmenfahrzeuge aufgebrochen haben.
Die Täter haben es auf hochwertige Werkzeuge und Geräte abgesehen. Sie brechen die Fahrzeuge auf, indem sie das Blech aufschneiden. Werkzeuge, Geräte und Ausrüstungen haben oft hohe Werte – Einbruchschäden und der Verlust von Arbeitsmaterialien verursachen erhebliche finanzielle Einbußen und Verzögerungen.
Die Polizei gibt umfangreiche Präventionshinweise: Fahrzeuge sollen an gut beleuchteten und belebten Straßen abgestellt werden. Alle Türen und Fenster müssen verschlossen bleiben, auch bei kurzen Stopps. Wertsachen dürfen nicht sichtbar im Fahrerraum liegen.
Empfohlen werden abschließbare Werkzeugkisten oder fest verbaute Staufächer. Werkzeugkoffer und Kisten sollten mit festen Fahrzeugteilen verbunden werden. Geräte sollten mit individuellen Kennzeichnungen oder Gravuren markiert werden – das erschwert den Weiterverkauf.
Wenn möglich, sollten Werkzeuge und Maschinen beim Hersteller oder bei der Polizei registriert werden. Eine Liste samt Individualnummern aller transportierten Werkzeuge und Geräte ist ratsam. Der Versicherungsschutz sollte geprüft und gegebenenfalls eine Transportversicherung abgeschlossen werden.
Fahrzeuge dürfen nie unbeaufsichtigt mit offener Ladefläche stehen. Handwerker sollten auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge in ihrer Umgebung achten und Mitarbeiter für die Bedeutung von Diebstahlprävention sensibilisieren. Die Kombination aus guter Planung, mechanischen Sicherungen und aufmerksamem Verhalten minimiert das Diebstahlrisiko erheblich.
Die Polizei ermutigt alle Betroffenen und Zeugen, sich bei verdächtigen Beobachtungen oder Informationen zu melden. Weitere Tipps zur Diebstahlssicherung gibt es unter www.polizei-beratung.de und https://k.polizei.hessen.de/6543743580.