Hannover: Mann springt auf fahrenden Zug auf – Zugchef zieht Notbremse

(Symbolbild)

Ein 27-jähriger Kolumbianer hat am 5. Juni gegen 16 Uhr im Hauptbahnhof Hannover auf einen ausfahrenden Personenzug aufgesprungen. Noch während der Zug anfuhr, eilte er ihm hinterher, sprang auf eine Außentreppe und fuhr einige Meter mit.

Der Zugchef erkannte die gefährliche Aktion und zog die Notbremse. Als der Zug abrupt abbremste, sprang der 27-Jährige von der Außentreppe zurück auf Bahnsteig 10. Alarmierte Mitarbeiter der DB-Sicherheit stoppten den Mann und hielten ihn gemeinsam mit dem Zugchef bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest.

Die Beamten überprüften seine Personalien und klärten ihn über sein lebensgefährliches Verhalten auf. Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, hatte der 27-Jährige seine Reisetasche im Zug vergessen und sich deshalb in Lebensgefahr gebracht. Sie entließen den Mann nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.

Die Bundespolizei warnt vor leichtsinnigem Verhalten und den Gefahren auf Bahnanlagen. Neben den strafrechtlichen Konsequenzen können Unglücksfälle zu schweren Verletzungen und dem Tod führen. Auch beim Verlust von Reisegepäck steht ein Mitfahren in keiner Relation zu der Gefahr für sich und andere.

» Weitere Polizeimeldungen aus Niedersachsen