Hannover rüstet sich für Schützenausmarsch: Massive Verkehrssperrungen in der Innenstadt

(Symbolbild)

Hannover bereitet sich auf einen der Höhepunkte des Schützenfestes vor: Am Sonntag, 5. Juli 2026, findet der traditionelle Schützenausmarsch statt. Die Polizei warnt Autofahrer jetzt schon vor erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen in der gesamten Innenstadt.

Der Festumzug erstreckt sich über mehrere Stunden und führt vom Platz der Menschenrechte über weite Teile des Stadtzentrums zum Schützenplatz. Hunderte von Kapellen und Fanfarenzügen sowie Tanz- und Schützenvereine aus dem gesamten Bundesgebiet und dem nahen europäischen Ausland werden teilnehmen. Um den Ausmarsch störungsfrei ablaufen zu lassen, richtet die Polizei zahlreiche Verkehrssperren ein – mit erheblichen Folgen für den Autoverkehr.

Betroffen sind der Platz der Menschenrechte, der Friedrichswall, die Osterstraße, die Schmiedestraße, die Leinstraße, die Karmarschstraße, der Friederikenplatz, die Lavesallee und die Waterloostraße bis zum Schützenplatz. Auch die Willy-Brandt-Allee wird für Fahrzeuge gesperrt. Die Polizei wird die Sperrpunkte so einrichten, dass ein weiträumiges Umfahren der Aufzugsstrecke möglich bleibt. Allerdings wird es aufgrund der Länge des Aufzugs und der damit verbundenen Sicherheitsanforderungen für die Dauer des Schützenausmarsches grundsätzlich nicht möglich sein, die Innenstadt mit dem Auto zu verlassen.

Die Polizei rät dringend davon ab, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Stattdessen sollen Bürger auf Stadtbahnen und Busse ausweichen oder das Fahrrad nutzen. Besucher von außerhalb werden aufgefordert, die ausgeschilderten Park-and-Ride-Parkplätze anzusteuern und dann auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Bereiche rund um das Nordufer des Maschsees, den Schützenplatz sowie zwischen Neuem Rathaus und Friederikenplatz sollten von Autofahrenden gemieden werden. Auch der öffentliche Personennahverkehr kann kurzzeitig von Einschränkungen betroffen sein. Die Verkehrsbeeinträchtigungen werden von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr erwartet.

Das Schützenfest selbst läuft vom 3. bis 12. Juli 2026. Für die Großveranstaltung setzt die Polizei auch eine Drohne ein, um aus der Luft einen Überblick über die Menschenansammlungen zu bekommen und potenzielle Konflikte oder Störungen frühzeitig zu erkennen. Personenbezogene Daten werden dabei nicht erhoben oder gespeichert, wie die Behörde versichert.

Zusätzlich wird in der Zeit von 07:00 Uhr bis 15:00 Uhr im Umkreis von einem Kilometer um das Neue Rathaus eine temporäre Betriebseinschränkung für Drohnenbetrieb eingerichtet. Private Drohnenflüge sind in diesem Bereich während des Schützenausmarsches nicht erlaubt. Der geplante polizeiliche Drohneneinsatz bleibt davon unberührt. Die Beschränkung wird als NOTAM (Notice to Air Missions) veröffentlicht und ist auf der digitalen Plattform unbemannte Luftfahrt des Bundesministeriums für Verkehr einsehbar.

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