Ein 50-jähriger Mann hat am Sonntag im Bremer Hauptbahnhof mehrere Frauen heimlich gefilmt. Der Verdächtige machte mit seinem Smartphone Aufnahmen im Intimbereich von Frauen, die Röcke oder Kleider trugen. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen.
Der Vorfall ereignete sich in der Rossmann-Filiale des Bremer Hauptbahnhofs. Ein aufmerksamer Ladendetektiv beobachtete den 50-Jährigen gegen 17:40 Uhr bei der Tatausführung und alarmierte sofort die Bundespolizei. Die Beamten nahmen den Verdächtigen am Tatort vorläufig fest. Noch in der Drogerie stellten die Polizisten zwei Geschädigte fest – darunter ein 12-jähriges Mädchen.
Bei der Überprüfung des Verdächtigen entdeckten die Bundespolizisten auf seinem Smartphone mehrere Videosequenzen mit ähnlichen Aufnahmen von Frauen. Diese Aufzeichnungen gaben den Ermittlern einen wichtigen Hinweis: Der Mann war bereits am Sonntagvormittag gegen 10:30 Uhr in der gleichen Drogerie tätig geworden und hatte dort ähnliche heimliche Filmaufnahmen gemacht. Bei der Durchsuchung des 50-Jährigen fanden die Beamten zusätzlich ein zweites Smartphone mit weiteren Filmaufnahmen.
Die Bundespolizei stellte beide Smartphones sicher und leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den Bremer ein. Weil unklar ist, wie viele Frauen Opfer der Aufnahmen wurden, suchen die Ermittler nach weiteren Geschädigten und Zeugen. Diese können sich unter der Telefonnummer 0421/16299-7777 oder per E-Mail unter bpoli.bremen@polizei.bund.de bei der Bundespolizeiinspektion Bremen melden.