Die aktuelle UFZ-Dürremonitoringkarte zeigt für Hessen ein heterogenes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der nördliche und westliche Landesteil überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, zeigen sich im östlichen und südöstlichen Hessen moderate Dürreklassen. Die Karte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) stellt dabei ein 14-Tage-gleitendes Mittel dar und wird wöchentlich aktualisiert.

Regionale Unterschiede prägen das Bodenfeuchtebild deutlich: Der Raum um Kassel und das nördliche Hessen zeigen normale Bodenfeuchtewerte. Im Gegensatz dazu weisen Teile Osthessens und des südöstlichen Landesteils orange eingefärbte Bereiche auf, die einer moderaten Dürreklasse entsprechen. Vereinzelt sind in diesen Gebieten auch rote Bereiche sichtbar, die auf schwere Dürreklassen hindeuten. Der südwestliche Landesteil um Frankfurt zeigt überwiegend normale Verhältnisse.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit durchschnittlich 13,8 Millimeter Niederschlag bei Temperaturen um 18,7 Grad eine mäßige Niederschlagsaktivität. Der träge reagierende Gesamtboden spiegelt diese kurzfristigen Niederschläge im 14-Tage-Mittel noch nicht vollständig wider. Für die kommenden drei Tage werden weitere 17,6 Millimeter Niederschlag bei moderateren Temperaturen bis maximal 21,4 Grad erwartet.
Die moderate Dürreklasse in den betroffenen Regionen tritt statistisch etwa alle zehn Jahre auf und kann sich auf die Bewässerung landwirtschaftlicher Kulturen und die Wasserverfügbarkeit für Bäume auswirken. Landwirte in den orange markierten Gebieten sollten ihre Bewässerungsplanung entsprechend anpassen. Die normalen Bodenfeuchteverhältnisse im Norden und Westen Hessens zeigen hingegen eine entspannte Lage für die Vegetation.
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