Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte vom 22. Mai zeigt für Hessen ein geteiltes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der östliche Landesteil überwiegend moderate Dürreklassen (orange) aufweist, zeigen westliche und südwestliche Regionen normale bis leicht feuchte Bodenverhältnisse in grünen und blauen Tönen.

Regional betrachtet konzentrieren sich die orangefarbenen Bereiche der moderaten Dürreklasse hauptsächlich auf Osthessen, mit einzelnen Schwerpunkten in der Region Fulda und dem östlichen Vogelsberg. Der Raum um Kassel im Norden zeigt überwiegend normale Bodenfeuchte-Verhältnisse. Die westlichen Landesteile einschließlich des Rhein-Main-Gebiets und Südhessens weisen größtenteils normale bis leicht erhöhte Bodenfeuchte auf.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 9,7 mm Niederschlag und Durchschnittstemperaturen von 14,4°C moderate Bedingungen. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens darstellt, spiegeln sich kurzfristige Niederschläge nur verzögert wider. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten trockenen Bedingungen ohne Niederschlag und Höchsttemperaturen bis 28,7°C könnten die Bodentrockenheit in den bereits betroffenen östlichen Gebieten verstärken.
Die moderate Dürreklasse in Osthessen tritt statistisch etwa alle zehn Jahre auf und erfordert erhöhte Aufmerksamkeit in der Landwirtschaft, insbesondere bei wasserintensiven Kulturen. Die Forstwirtschaft sollte die Entwicklung in den betroffenen Gebieten beobachten, während die Wasserversorgung aktuell nicht beeinträchtigt ist. Die normalen Bodenfeuchte-Verhältnisse in weiten Teilen des Landes stellen eine positive Ausgangslage dar.
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