Hessen: Unterschiedliche Bodenfeuchte zwischen Nord und Süd – UFZ-Dürrebericht 16. Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Hessen ein deutlich geteiltes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der nördliche Landesteil überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, zeigen sich in der südlichen Hälfte verbreitet moderate bis schwere Dürrebedingungen. Der UFZ-Dürremonitor, der wöchentlich aktualisiert wird und ein 14-Tage-Mittel darstellt, dokumentiert diese regionalen Unterschiede deutlich.

Aktuelle Dürrekarte Hessen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Hessen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Im nördlichen Hessen dominieren grüne und blaue Farbmarkierungen, die normale bis überdurchschnittlich feuchte Bodenverhältnisse anzeigen. Der mittlere Bereich des Bundeslandes zeigt überwiegend orange Färbung, was einer moderaten Dürre entspricht. Im südöstlichen Hessen sind großflächig rote Bereiche sichtbar, die eine schwere Dürre kennzeichnen. Besonders auffällig sind dunkelrote Bereiche im südlichen Landesteil, die extreme Dürrebedingungen anzeigen.

Die aktuellen Wetterdaten zeigen mit 20,3 Millimeter Niederschlag in den vergangenen sieben Tagen durchaus nennenswerte Regenmengen für die Jahreszeit. Bei einer Durchschnittstemperatur von 9,2 Grad Celsius waren die Bedingungen für die Bodenfeuchte grundsätzlich günstig. Da die UFZ-Karte jedoch den träge reagierenden Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe abbildet, sind die jüngsten Niederschläge noch nicht vollständig in der Darstellung erfasst. Der Oberboden dürfte sich bereits teilweise erholt haben.

Die moderate bis schwere Trockenheit im südlichen Hessen erfordert verstärkte Aufmerksamkeit in der Landwirtschaft, insbesondere bei der Bewässerungsplanung für kommende Kulturen. Waldbrandgefahr und Wassermanagement sollten in den betroffenen Gebieten beobachtet werden. Die normalen Feuchteverhältnisse im Norden des Landes zeigen hingegen eine entspannte Ausgangslage für die weitere Vegetationsperiode.

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