Hockenheim: Unbekannte bewerfen Zug mit Gegenständen und legen Steine auf Schienen

(Symbolbild)

In Hockenheim haben Unbekannte innerhalb von drei Tagen zwei gefährliche Angriffe auf den Bahnverkehr verübt. Am 15. und 18. Mai warfen sie Gegenstände auf einen Zug und legten Steine auf die Schienen in der Eisenbahnstraße nahe einem Supermarkt.

Am 15. Mai gegen 19:58 Uhr bewarfen unbekannte Personen die S-Bahn-Linie S6 kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Hockenheim mit Gegenständen. Ein Zugbegleiter bemerkte den Angriff. Die alarmierte Bundespolizei fand am Tatort keine Hinweise auf die Täter. An dem Zug entstand ein Schaden an einem Fenster, wie hoch der Schaden ist, steht noch nicht fest. Verletzt wurde niemand.

Drei Tage später, am 18. Mai gegen 18:00 Uhr, legten Unbekannte an derselben Stelle Steine aus einer angrenzenden Baustelle auf die Gleise. Die S6 überfuhr die Steine auf dem Weg Richtung Oftersheim, ohne sichtbaren Schaden zu nehmen. Bundespolizisten stellten vor Ort Steinreste auf den Schienen fest.

Die Bundespolizei ermittelt in beiden Fällen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen Unbekannt und sucht Zeugen. Diese können sich telefonisch unter 0721 120160 oder über das Kontaktformular auf www.bundespolizei.de melden. Auch jede andere Polizeidienststelle nimmt Hinweise entgegen.

Die Bundespolizei warnt eindringlich vor solchen Aktionen. Gegenstände auf Schienen zu legen sei lebensgefährlich, da sie beim Überfahren zu Geschossen werden und Personen schwer oder tödlich verletzen können. Auch eine Zugentgleisung sei möglich. Solche Taten seien nicht als jugendlicher Leichtsinn zu bewerten, sondern stellten in jedem Fall strafbares Verhalten dar.

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