Bei einer Schwerpunktkontrolle zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität haben Polizei und Zoll am Montag auf dem Parkplatz an der Autobahn-Anschlussstelle Horb zahlreiche Verstöße festgestellt. Rund 55 Beamte kontrollierten zwischen 16 Uhr und Mitternacht Fahrzeuge und deckten dabei eine Vielzahl von Vergehen auf.
Die Polizisten ordneten aufgrund konkreter Verdachtsmomente zehn Blutentnahmen an, die direkt vor Ort durch eine Polizeivertragsärztin durchgeführt wurden. Insgesamt leiteten sie neun Verfahren wegen Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss sowie eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr infolge von Rauschmitteln und Alkohol ein.
Über die Kontrollen zur Fahrtauglichkeit hinaus stellten die Beamten weitere erhebliche Verstöße fest: dreimal Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis, zweimal das Zulassen zum Fahren ohne Fahrerlaubnis, 23-mal nicht angelegten Sicherheitsgurt, zweimal nicht vorschriftsmäßige Kindersicherung sowie Urkundenfälschung und Kennzeichenmissbrauch. Zudem entdeckten sie technische Mängel wie fehlende Ladungssicherung, abgefahrene Reifen und das Erlöschen von Betriebserlaubnissen.
Im gewerblichen Güterverkehr registrierten die Kontrolleure zahlreiche Verstöße gegen die Sozialvorschriften, das Arbeitsgesetz und das Güterkraftverkehrsgesetz. Besonders schwerwiegend war ein steuerrechtlicher Verstoß: Die Beamten stellten insgesamt 21.000 Zigaretten sicher. Der dadurch entstandene Steuerschaden beläuft sich auf rund 5.000 Euro.
An der Kontrollaktion beteiligten sich neben dem Polizeirevier Horb auch das Polizeipräsidium Einsatz, das Hauptzollamt Karlsruhe, die Bußgeldstelle Horb sowie der THW Ortsverband. Beamte der Polizeipräsidien Pforzheim und Konstanz waren im Einsatz.