Intercity reißt Oberleitung ab: 50 Fahrgäste bei Schwäbisch Gmünd evakuiert

(Symbolbild)

Bei Schwäbisch Gmünd ist am Freitagmorgen (12. Juni 2026) die Oberleitung der Remsbahn abgerissen, als ein Intercity mit 110 km/h unter einer Stromleitung hindurchfuhr. Die 50 Fahrgäste und der Lokführer blieben unverletzt, mussten aber aus dem Zug evakuiert werden.

Der Intercity war gegen 7.20 Uhr auf dem Weg von Nürnberg nach Stuttgart unterwegs, als es zu dem Vorfall kam. Der Lokführer leitete sofort eine Schnellbremsung ein und brachte den Zug zum Stehen. Die abgerissene Oberleitung blieb auf dem stehenden Zug liegen.

Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizei ragten offenbar Äste in die Oberleitung hinein. Bei der Durchfahrt des Zuges kam es mutmaßlich zu einer Berührung zwischen der Oberleitung und den Ästen, was einen Stromüberschlag verursacht haben soll. Dadurch riss die Oberleitung ab.

Die Bahnstrecke wurde in beide Richtungen für den Zugverkehr gesperrt. Nachdem die Oberleitung abgeschaltet und durch den Notfallmanager der Deutschen Bahn geerdet worden war, evakuierte die Bundespolizei alle Reisenden aus dem Zug. Sie wurden mit Bussen zu ihren Zielorten weiterbefördert.

Sowohl die Oberleitung als auch der betroffene Zug wurden erheblich beschädigt. Die Bundespolizei schließt derzeit ein Fremdverschulden aus. Wie hoch der Schaden ist, steht noch nicht fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Zug durch eine Diesellok abgeschleppt.

Die Bahnstrecke im Bereich von Schwäbisch Gmünd bleibt bis auf Weiteres gesperrt.

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