Internationaler Tag der Erde: Weltweiter Aufruf zum Umweltschutz

(Symbolbild)

Am heutigen 22. April begehen Menschen in über 190 Ländern den Internationalen Tag der Erde (Earth Day). Der 1970 in den USA ins Leben gerufene Aktionstag gilt als Geburtsstunde der modernen Umweltbewegung und mobilisiert jährlich mehr als eine Milliarde Menschen für den Schutz unseres Planeten.

Initiiert wurde der Earth Day vom US-Senator Gaylord Nelson, der nach einer verheerenden Ölpest vor der Küste Kaliforniens 1969 einen nationalen Umwelttag ausrief. Am 22. April 1970 gingen erstmals 20 Millionen Amerikaner für den Umweltschutz auf die Straße. Seit 1990 ist der Tag international und wird von der Earth Day Network Organisation koordiniert.

Der Hintergrund des Aktionstages war und ist die wachsende Sorge um die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen. Luftverschmutzung, Gewässerverunreinigung, das Artensterben und der Klimawandel stehen im Fokus. Der Tag soll das Bewusstsein für Umweltprobleme schärfen und zu konkretem Handeln motivieren.

Die Relevanz des Earth Day ist heute größer denn je: Die globale Durchschnittstemperatur ist seit 1970 um mehr als ein Grad gestiegen, täglich sterben etwa 150 Arten aus, und jährlich gelangen über acht Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien, dass ambitionierte Klimamaßnahmen bis 2030 entscheidend sind, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Traditionell finden am Earth Day Umweltaktionen, Baumpflanzungen, Müllsammelaktionen und Bildungsveranstaltungen statt. Viele Städte organisieren autofreie Tage oder Green-Energy-Festivals. Unternehmen nutzen den Tag für Nachhaltigkeits-Initiativen, Schulen für Umweltprojekte. In sozialen Medien wird unter #EarthDay zu klimafreundlichem Verhalten aufgerufen.

Weitere Gedenktage am 22. April sind der Internationale Tag der Bücher und des Urheberrechts (UNESCO) sowie in einigen Ländern nationale Gedenktage wie der Tag der Erde in verschiedenen lateinamerikanischen Staaten.