Am 12. Mai wird weltweit der Internationale Tag der Pflege begangen – ein Gedenktag, der die unverzichtbare Arbeit von Pflegekräften würdigt. Der Tag wurde vom Internationalen Pflegerat (ICN) ins Leben gerufen und findet seit 1965 jährlich statt. Das Datum ehrt den Geburtstag von Florence Nightingale (1820-1910), der Begründerin der modernen Krankenpflege.
Der Aktionstag entstand aus der Notwendigkeit heraus, die gesellschaftliche Anerkennung für Pflegeberufe zu stärken und auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen aufmerksam zu machen. Florence Nightingale revolutionierte während des Krimkrieges die Krankenversorgung und legte den Grundstein für professionelle Pflegestandards.
Heute ist der Tag relevanter denn je: Deutschland kämpft mit einem gravierenden Pflegenotstand. Laut Bundesagentur für Arbeit fehlen bundesweit etwa 200.000 Pflegekräfte. Die Corona-Pandemie verstärkte die Problematik zusätzlich und rückte die systemrelevante Rolle der Pflege ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Gleichzeitig steigt durch den demografischen Wandel der Pflegebedarf kontinuierlich.
Weltweit arbeiten rund 28 Millionen Menschen in Pflegeberufen, davon etwa 1,7 Millionen in Deutschland. Trotz ihrer gesellschaftlichen Bedeutung kämpfen Pflegekräfte vielerorts mit unzureichender Bezahlung, hoher Arbeitsbelastung und mangelnder Anerkennung.
Am Internationalen Tag der Pflege organisieren Pflegeverbände, Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen Informationsveranstaltungen, Ehrungen und Diskussionsrunden. Viele Institutionen nutzen den Tag, um auf bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne aufmerksam zu machen. Social-Media-Kampagnen unter Hashtags wie #NursesDay verbreiten Dankesnachrichten und Aufklärung über Pflegeberufe.
Weitere Gedenktage am 12. Mai: Der Internationale Tag gegen Fibromyalgie macht auf die chronische Schmerkrankheit aufmerksam, von der weltweit Millionen Menschen betroffen sind. Zudem wird in einigen Regionen der Tag der Limerick-Dichtung gefeiert, der die humorvolle Gedichtform würdigt.