Jagdhündin Jackie läuft in S-Bahn und wird vier Stationen später gerettet

Jagdhündin "Jackie" mit einem Bundespolizisten im PK 26 der Hamburger Polizei kurz vor der Abholung durch den Hundehalter Herrn Breimann- Foto-Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg-

Eine Jagdhündin ist am Pfingstsonntag an der Hamburger S-Bahnstation Rissen in einen Menschenpulk geraten und in eine abfahrbereite S-Bahn der Linie S1 gelaufen. Vier Stationen später entdeckte ein 45-jähriger Fahrgast das herrenlose Tier und sorgte für dessen Rettung.

Der Fahrgast kümmerte sich in der fahrenden S-Bahn um die besonders zutrauliche Hündin und informierte telefonisch die Bundespolizei. Nach Einfahrt der S-Bahn am Bahnhof Blankenese nahm eine Streife der Bundespolizei aus dem Bundespolizeirevier Altona den Vierbeiner gegen 22.30 Uhr in Obhut. Die Hündin stieg ohne Zögern in den Streifenwagen ein und wurde zum Polizeikommissariat 26 gebracht.

Dort empfingen Landespolizisten die Jagdhündin freundlich. Über einen Mikrochip konnten die Beamten den Halter ermitteln: Henning Breimann aus Rissen wurde telefonisch über den Aufenthalt seiner Hündin informiert. Die sehr zutrauliche Hündin wurde mit Wasser versorgt und erkundete neugierig die Räume der Polizeiwache.

Große Freude herrschte bei Jagdhündin „Jackie“, als ihr Halter gegen 23.15 Uhr im Polizeikommissariat zur Abholung erschien. Die mehrfach prämierte und hervorragend ausgebildete Jagdhündin zeigte auf Kommando ihres Halters vor Ort gleich mehrere Kunststücke zur Freude der Polizisten. Unter anderem kann „Jackie“ auch verlorene Handys und Schlüssel schnell wieder auffinden.

Wie Breimann später der Bundespolizei schilderte, war er mit seiner siebenjährigen Deutsch Kurzhaar Jagdhündin ohne Leine in Rissen unterwegs gewesen. „Jackie“ gehorcht grundsätzlich aufs Wort. Auf einer Brücke an der S-Bahnstation geriet sie plötzlich in einen Menschenpulk von Fahrgästen und verlor offensichtlich die Orientierung. Trotz lautem Rufen ihres Namens und dem Einsatz einer Hundepfeife konnte Breimann seine Hündin nicht mehr auffinden.

Der leidenschaftliche Jäger hatte zwischenzeitlich die nähere Umgebung sowie ein kleineres Waldstück intensiv erfolglos abgesucht. Gegenüber der Bundespolizei äußerte sich Breimann lobend: „Ich habe die Bundes- und Landespolizei in Hamburg bei sämtlichen Kontakten in der Vergangenheit als herzlich und sehr freundlich wahrnehmen dürfen. In diesem Fall mit meiner Jagdhündin ‚Jackie‘ haben alle beteiligten Polizisten vorbildlich agiert, wirklich ganz großes Kino!“

Die Bundespolizei lobte auch das richtige Verhalten des 45-jährigen Fahrgasts und freute sich über die gelungene „Familienzusammenführung“ in enger Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landespolizei.

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