In der Nacht zum 25. Juni 2026 ist ein Kellerbrand in einem sechsgeschossigen Mehrfamilienhaus in Dresden-Strehlen zu einem größeren Einsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst geworden. Das Feuer brach gegen 22:39 Uhr in der Curt-Querner-Straße aus und erforderte eine aufwendige Rettungsaktion.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang bereits dichter Rauch aus dem Kellergeschoss. Der Brandrauch hatte sich über den Treppenraum und durch geöffnete Fenster in mehrere Wohnungen ausgebreitet. Ein Trupp ging sofort unter Atemschutz vor, um das Feuer in mehreren Kellerabteilen zu bekämpfen und gelöschte es zügig mit einem Strahlrohr. Im Keller selbst befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes keine Personen.
Parallel zur Brandbekämpfung stand die Rettung der Bewohner im Fokus. Mehrere Personen wurden über eine Drehleiter aus dem Gebäude gerettet, weitere konnten mithilfe von Brandfluchthauben sicher durch den verrauchten Treppenraum ins Freie gebracht werden. Anschließend kontrollierten die Einsatzkräfte alle 24 Wohnungen des Hauses systematisch. Teilweise mussten Wohnungstüren gewaltsam geöffnet werden, um sicherzustellen, dass sich keine Personen mehr in den Räumen befanden.
Nach den Löscharbeiten wurde das Gebäude und der Treppenraum maschinell entraucht. Die Einsatzkräfte überprüften alle Wohnungen anschließend auf Rauchausbreitung. Während des Einsatzes zeigte sich, dass eine Warmwasserleitung im Keller durch die Hitze beschädigt worden war – sie wurde abgestellt. Der Energieversorger schaltete die Stromversorgung des Gebäudes vorsorglich ab. Auch das benachbarte Wohnhaus war von Raucheintritt im Keller betroffen und wurde entraucht und kontrolliert, eine Gefährdung konnte dort aber nicht festgestellt werden.
Aufgrund der Anzahl betroffener Bewohner wurde ein Massenanfall von Verletzten ausgelöst. Insgesamt wurden zwölf Personen rettungsdienstlich gesichtet. Fünf von ihnen mussten zur weiteren Untersuchung in Dresdner Krankenhäuser transportiert werden. Für die unverletzten Bewohner wurde ein Linienbus als Betreuungsraum bereitgestellt.
Im Einsatz waren insgesamt 85 Einsatzkräfte aller Berufsfeuerwehrwachen sowie die Rettungswachen Altstadt, Leuben und Reick. Die Einsatzstelle wurde nach Abschluss an die Polizei übergeben. Zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens können derzeit keine Angaben gemacht werden – die Polizei führt die Ermittlungen.
Ein weiterer Brand ereignete sich in der gleichen Nacht in Dresden-Gorbitz. Um 01:07 Uhr stand auf einer Baustelle in der Birkenstraße ein Baucontainer teilweise in Vollbrand. Das Feuer hatte bereits auf die Fassade eines unmittelbar angrenzenden, derzeit sanierten Mehrfamilienhauses übergegriffen. Zwei Trupps unter Atemschutz bekämpften das Feuer mit Hohlstrahlrohren – während ein Trupp den Brand im Container löschte, schützten weitere Einsatzkräfte die Fassade des Wohngebäudes. Das Feuer konnte zügig unter Kontrolle gebracht werden.
Umfangreiche Nachlöscharbeiten waren notwendig, da sich das Feuer in das Wärmedämmverbundsystem der Gebäudefassade ausgebreitet hatte. Die Einsatzkräfte mussten Teile der Fassade großflächig öffnen, um Glutnester freizulegen und abzulöschen. Abschließende Kontrollen mit einer Wärmebildkamera bestätigten den Löscherfolg. Bei diesem Einsatz wurden keine Personen verletzt. Für den Einsatz waren 24 Einsatzkräfte der Feuerwachen Übigau und Löbtau sowie die Stadtteilfeuerwehr Gorbitz tätig.
Insgesamt wurden die Dresdner Feuerwehr und der Rettungsdienst in den vergangenen 24 Stunden 281-mal alarmiert. In 59 Fällen war der Einsatz eines Notarztes erforderlich. Der Rettungsdienst führte 180 qualifizierte Krankentransporte durch, der Rettungshubschrauber kam fünfmal zum Einsatz. Die Feuerwehr Dresden verzeichnete insgesamt 31 Einsätze – neben sieben Brandeinsätzen und acht Alarmierungen durch automatische Brandmeldeanlagen rückten die Einsatzkräfte zu 16 Hilfeleistungseinsätzen aus.