Kiel: Steinwurf verletzt Polizistin – Ermittlungen wegen versuchten Totschlags

(Symbolbild)

Bei einem Steinwurf auf einen Streifenwagen in Kiel ist in der Nacht zu Sonntag eine 25-jährige Polizistin verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Totschlags und hat eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt.

Der Vorfall ereignete sich gegen 0:45 Uhr am Kurt-Schumacher-Platz. Die beiden Polizisten des 3. Reviers waren wegen einer Ruhestörung zu dem Mehrfamilienhaus gefahren und fuhren gerade über den Vorplatz, als ein Pflasterstein auf Kopfhöhe durch die Frontscheibe des Fahrzeugs krachte. Der etwa 10 mal 20 mal 5 Zentimeter große Stein – ein Bruchstück einer Gehwegplatte – traf die 25-jährige Beamtin auf dem Beifahrersitz an der Hand und am Sprunggelenk. Sie kann vorerst nicht mehr arbeiten. Ihr 59-jähriger Kollege blieb unverletzt.

Nach bisherigen Ermittlungen wurde der Stein von einem höher gelegenen Balkon des Mehrfamilienhauses geworfen. Die Staatsanwaltschaft Kiel stuft die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein und ermittelt gemeinsam mit der Polizei nach dem unbekannten Täter.

Für Hinweise, die zur Ermittlung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters führen, hat die Polizei eine Belohnung von 1.000 Euro ausgelobt. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 0431 160 3333 melden.

» Weitere Polizeimeldungen aus Schleswig-Holstein